Die Commerzbank verweist auf robuste singapurische Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und die Elektronikindustrie als Unterstützung für ein konstruktives Wachstumsumfeld. Die Bank erwartet, dass der vorläufige BIP-Bericht für Q2, der innerhalb der nächsten Woche oder so ansteht, das Wachstum von 6% gegenüber dem Vorjahr aus Q1 übertreffen wird, wobei die Stärke dem verarbeitenden Gewerbe und einer stabilen Binnennachfrage zugeschrieben wird. Zudem sieht sie das Gesamtjahreswachstum oberhalb des oberen Endes der Regierungsprognose von 2–4%, mit Spielraum für eine offizielle Anhebung, wenn der finale Q2-Bericht etwa im August veröffentlicht wird.
An den Devisenmärkten gab USD/SGD in der vorherigen Sitzung um rund 30 Pips auf 1,2930 nach, liegt damit jedoch weiterhin nahe dem Jahreshoch. Die kurzfristige Einschätzung der Commerzbank sieht das Währungspaar in einer Seitwärtsphase, wobei eine Konsolidierung zwischen 1,28 und 1,30 erwartet wird – eher als eine anhaltende Bewegung in eine Richtung.
Singapurs wirtschaftliche Fundamentaldaten stützen USD/SGD-Spanne
Da der USD/SGD-Wechselkurs nahe seiner Jahreshochs um 1,2930 verharrt, sehen wir das Paar in eine Phase der Konsolidierung eintreten. Die zugrunde liegende Stärke der singapurischen Wirtschaft bietet dem Singapur-Dollar einen unterstützenden Boden. Das verhindert, dass der US-Dollar vorerst deutlich weiter nach oben ausbricht.
Der Ausblick für Singapurs verarbeitendes Gewerbe bleibt positiv und untermauert diese Einschätzung. Der jüngste S&P Global Singapore PMI für Juni lag bei 50,6 und markierte damit den zehnten Monat in Folge mit Expansion – ein Signal für anhaltende wirtschaftliche Robustheit. Diese starken Daten stützen die Erwartung, dass der anstehende Q2-BIP-Bericht das robuste Wachstum von 6% gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal sogar übertreffen könnte.
Gleichzeitig wird das Aufwärtspotenzial des Singapur-Dollars durch die zuletzt solide Verfassung der US-Wirtschaft begrenzt. Die Vereinigten Staaten meldeten für Juni einen Beschäftigungsaufbau von 250.000 Stellen – ein Wert, der die Markterwartungen übertraf und die US-Notenbank Federal Reserve auf einem vorsichtigen geldpolitischen Kurs hält. Dieses fundamentale Tauziehen zwischen zwei gesunden Volkswirtschaften ist der Hauptgrund, weshalb wir erwarten, dass das Paar seitwärts handelt.
Chancen und Risiken rund um Strategien bei niedriger Volatilität
Für die kommenden Wochen deutet dies auf Chancen bei Strategien hin, die von niedriger Volatilität profitieren. Wir halten das Verkaufen von Optionen für sinnvoll, etwa durch den Verkauf von Out-of-the-Money-Calls mit einem Ausübungspreis oberhalb von 1,30 sowie den Verkauf von Puts mit einem Strike unterhalb von 1,28. Ziel dieses Ansatzes ist es, Prämien zu vereinnahmen, solange das Währungspaar innerhalb dieses definierten Kanals bleibt.
Das Hauptrisiko für diese Einschätzung ist die Veröffentlichung der vorläufigen Q2-BIP-Zahlen Singapurs, die etwa zur Monatsmitte im Juli erwartet wird. Eine deutliche Überraschung in diesen Daten könnte das Paar leicht aus der aktuellen Handelsspanne herausdrücken. Historisch gehen Phasen einer solchen Konsolidierung häufig einer klaren Bewegung voraus, sobald ein neuer Katalysator entsteht.
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