NZD/USD legt leicht zu, da schwache US-Arbeitsmarktdaten und Chinas Dienstleistungsdaten den Kiwi stützen

by VT Markets
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Jul 3, 2026

NZD/USD notierte am Freitag nahe 0,5710 und legte um 0,21% zu, nachdem der US-Dollar nach einem schwächeren US-Arbeitsmarktbericht nachgab und eine bessere Risikostimmung den Kiwi stützte. Da die US-Märkte wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen waren, wurde mit geringerer Liquidität gerechnet, was den Spielraum für Anschlusskäufe begrenzen könnte. Zusätzliche Unterstützung kam von Daten aus China: Der RatingDog Services PMI fiel im Juni auf 54,1 nach 54,4 im Mai, signalisierte aber weiterhin eine solide Expansion im Dienstleistungssektor – ein Umfeld, das für Neuseeland angesichts seiner starken Handelsverflechtung mit China relevant ist.

Auf der Zinsseite erwartet die ASB Bank keine Anhebung durch die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) im Juli mehr und prognostiziert, dass der Official Cash Rate in diesem Monat unverändert bleibt, bevor ab September wieder eine schrittweise Straffung einsetzt; erwartet werden Schritte von 25 Basispunkten bis auf 3,25% Anfang 2027. In den USA stiegen die Nonfarm Payrolls im Juni um 57.000 gegenüber Erwartungen von 110.000, und das CME-FedWatch-Barometer zeigte, dass die implizierte Wahrscheinlichkeit für einen Schritt im September auf rund 53% von knapp 63% sank – ein Belastungsfaktor für den Greenback.

Abkühlung am US-Arbeitsmarkt und Ausblick für NZD/USD

Angesichts der deutlichen Abkühlung am US-Arbeitsmarkt sehen wir eine klare Chance, dass NZD/USD in den kommenden Wochen nach oben tendiert. Der Zuwachs von lediglich 57.000 Stellen ist kein Ausreißer, sondern bestätigt einen Abkühlungstrend des vergangenen Jahres; zudem fielen die offenen Stellen in den USA zuletzt erstmals seit 2021 unter 8 Millionen. Diese fundamentale Schwäche der US-Konjunktur erhöht den Abwärtsdruck auf den US-Dollar deutlich.

Daraus ergibt sich eine ausgeprägte geldpolitische Divergenz, die sich handeln lässt. Während die US-Notenbank nun weniger wahrscheinlich die Zinsen anhebt, bleibt die Inflation in Neuseeland hartnäckig hoch und lag zuletzt bei 3,6% auf Jahressicht, was die RBNZ auf einem Straffungskurs hält. Wir erwarten, dass sich diese Politikdifferenz zwischen den beiden Zentralbanken ausweitet – ein direkter Vorteil für den Neuseeland-Dollar.

Handelsstrategie und Einfluss der China-Daten

Für Trader spricht das für eine Positionierung auf weitere NZD/USD-Stärke über Derivate. Wir halten den Kauf von Call-Optionen auf das Währungspaar NZD/USD für eine sinnvolle Strategie, um von erwarteter Aufwärtsdynamik zu profitieren und gleichzeitig das Risiko zu steuern. Der Anstieg der Marktvolatilität nach dem Arbeitsmarktbericht erhöht die Sensitivität dieser Optionen gegenüber Kursbewegungen – genau darauf zielt dieser Trade ab.

Die positiven Konjunktursignale aus China, Neuseelands wichtigstem Handelspartner, liefern eine zusätzliche Stütze für diese Sicht. Der chinesische Dienstleistungssektor ist nun seit 18 Monaten in Folge gewachsen, was auf eine Stabilisierung hindeutet und die Nachfrage nach neuseeländischen Exporten unterstützt. Das hilft, den NZD gegen globale Abschwächungsängste zu isolieren, und untermauert seine relative Stärke gegenüber dem schwächer werdenden US-Dollar.

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