Gold erholte sich in Richtung 4.200 US-Dollar je Feinunze, machte innerhalb von zwei Tagen rund 200 US-Dollar wett und steuerte nach einem kräftigen Rückgang im zweiten Quartal auf den ersten Wochengewinn seit fünf Wochen zu. Das Edelmetall fiel im zweiten Quartal um 14% – der stärkste Quartalsverlust seit 13 Jahren – und lag im ersten Halbjahr etwas mehr als 7% im Minus. Der Anstieg folgte auf schwächere US-Arbeitsmarktdaten und geringere Erwartungen an Zinsanhebungen, wobei die Aufwärtsbewegung bereits vor der Datenveröffentlichung eingesetzt hatte.
Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch bezeichnete die Erholung als Gegenbewegung nach einem vorherigen Rückgang, der stärker ausfiel, als sich allein durch veränderte Zinserwartungen erklären ließe. Zudem stellte er fest, dass Bewegungen unter 4.000 US-Dollar tendenziell nur von kurzer Dauer seien – ein Hinweis auf einen möglichen Bodenbildungsprozess. Unabhängig davon teilte der Verlag mit, der Artikel sei mithilfe eines Künstliche-Intelligenz-Tools erstellt und von einem Redakteur geprüft worden.
Jüngste Treiber und Marktstimmung
Wir sehen, dass sich Gold in Richtung 4.200 US-Dollar je Unze erholt – eine willkommene Gegenbewegung nach einem brutalen zweiten Quartal. Diese Bewegung wirkt eher wie eine Korrektur nach einem überzogenen Ausverkauf und nicht zwingend wie der Beginn eines neuen Bullenmarktes. Auslöser war der jüngste Arbeitsmarktbericht für Juni: Die Non-Farm Payrolls stiegen nur um 150.000 Stellen, erwartet worden waren 220.000.
Diese schwächeren Arbeitsmarktdaten haben die Zinserwartungen für die kommenden Wochen direkt beeinflusst. Laut dem CME FedWatch Tool ist die vom Markt implizierte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung im Juli inzwischen von über 75% auf nur noch 40% gefallen. Solange die Erwartungen für aggressive Zinsschritte gedämpft bleiben, sehen wir nur begrenztes Abwärtspotenzial für Gold.
Aus unserer Sicht deuten die wiederholten und nur kurzlebigen Rücksetzer unter die Marke von 4.000 US-Dollar darauf hin, dass sich ein tragfähiger Boden herausbildet. Dieses Niveau hat deutliches Kaufinteresse angezogen, was dafür spricht, dass der Markt in einem Bodenbildungsprozess steckt. Wir erwarten keine weiteren nennenswerten Preisrückgänge, sofern neue Daten die US-Notenbank nicht wieder zu einer hawkisheren Tonlage zwingen.
Der Quartalsrückgang um 14% war der stärkste seit dem zweiten Quartal 2013, das ebenfalls von Sorgen über eine Wende in der Fed-Politik geprägt war. Wie damals war der vorangegangene Preisrutsch stärker, als es die Zinsbewegungen allein rechtfertigen würden. Das deutet darauf hin, dass ein Großteil der Panikverkäufe mittlerweile hinter uns liegen könnte.
Handelsstrategien und Risikomanagement
Vor diesem Hintergrund halten wir es für eine sinnvolle Strategie, Volatilität zu verkaufen. Mit der Stabilisierung des Preises dürfte die implizite Volatilität bei Goldoptionen, die während des Ausverkaufs erhöht war, nachlassen. Wir ziehen in Erwägung, cash-besicherte Puts mit Basispreisen unterhalb der Unterstützung bei 4.000 US-Dollar mit August-Fälligkeit zu verkaufen, um Prämien zu vereinnahmen.
Für Anleger, die sich auf eine moderate Erholung positionieren möchten, sind Strategien mit definiertem Risiko wie Bull-Call-Spreads attraktiv. Man könnte beispielsweise einen Call bei 4.150 US-Dollar kaufen und gleichzeitig einen Call bei 4.300 US-Dollar mit August-Monatsverfall verkaufen. Dieser Ansatz würde von einem langsamen Anstieg profitieren, während sowohl der potenzielle Gewinn als auch das Risiko begrenzt werden.
Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.