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BoE-Umfrage zeigt leicht steigende Preis- und Lohnerwartungen der Unternehmen – erschwert kurzfristige Zinssenkungen

by VT Markets
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Jul 3, 2026

Das Decision Maker Panel (DMP) der Bank of England berichtete, dass die von Unternehmen für die kommenden zwölf Monate erwartete eigene Preissteigerungsrate in den drei Monaten bis Juni im Durchschnitt 4,1 % betrug und damit gegenüber den drei Monaten bis Mai um 0,1 Prozentpunkte zulegte.

Das DMP stellte zudem fest, dass die von Unternehmen für die kommenden zwölf Monate erwartete Lohnwachstumsrate in den drei Monaten bis Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 % stieg, nach 3,4 % im Mai.

Inflationserwartungen und geldpolitische Implikationen

Die jüngsten Unternehmensumfragedaten zeigen, dass die Erwartungen für künftige Preis- und Lohnsteigerungen erneut anziehen. Das deutet darauf hin, dass sich der Inflationsdruck in Großbritannien als hartnäckiger erweist als zuvor erhofft. Wir werten dies als klares Signal, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht vorbei ist.

Diese Zähigkeit dürfte die Bank of England in den kommenden Wochen zu einer vorsichtigeren Haltung zwingen. Der Markt hat eine Serie von Zinssenkungen eingepreist, doch diese Daten machen einen kurzfristigen Schritt weniger wahrscheinlich. Jüngste amtliche Daten hatten bereits gezeigt, dass die Kerninflation (Core CPI) bei 3,1 % verharrt – weiterhin deutlich über dem 2%-Ziel der Notenbank.

Vor diesem Hintergrund halten wir es für wahrscheinlich, dass die Zinsmärkte den geldpolitischen Pfad falsch einpreisen. Wir sollten eine Positionierung für weniger Zinssenkungen in diesem Jahr in Betracht ziehen als die zwei derzeit durch SONIA-Futures implizierten. Das beinhaltet den Verkauf kurzfristiger Zinsfutures, um ein „höher für länger“-Zinsumfeld abzubilden.

Marktchancen und Volatilitätsausblick

Diese geldpolitische Divergenz dürfte auch Chancen an den Devisenmärkten eröffnen. Bleibt die Bank of England restriktiv, während andere Zentralbanken wie die EZB einen klareren Pfad zur Lockerung signalisieren, erwarten wir Stärke beim Pfund. Wir sollten den Kauf von GBP/USD-Call-Optionen prüfen und auf einen Anstieg über den jüngsten Widerstand bei 1,2900 abzielen.

Für Aktien sind anhaltend hohe Zinsen Gegenwind für Unternehmensprofitabilität und Bewertungen. Historisch haben Phasen unerwartet hartnäckiger Inflation zu Marktrückgängen geführt, da künftige Gewinne stärker abgezinst werden. Daher erwägen wir den Kauf von Put-Optionen auf den FTSE 100 als Absicherung gegen eine potenzielle Marktkorrektur.

Die erhöhte Unsicherheit über den nächsten Schritt der Bank of England dürfte die Marktvolatilität nach oben treiben. Die implizite Volatilität kurzfristiger britischer Zinsoptionen (Swaptions) ist in der vergangenen Woche bereits um 5 % gestiegen. Wir sehen eine Gelegenheit, vor der nächsten geldpolitischen Sitzung im August Straddles auf SONIA-Futures zu kaufen.

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