Der HCOB Services PMI für Frankreich lag im Juni bei 46,8 und damit unter den Erwartungen von 47,4. Der Wert bleibt unter der 50er-Schwelle, die üblicherweise Wachstum von Schrumpfung trennt, und deutet auf anhaltende Schwäche in der Dienstleistungsaktivität hin.
Die jüngsten Ergebnisse verlängern eine Serie von Werten unter 50 und sprechen dafür, dass die Nachfragebedingungen in dem Sektor weiterhin gedämpft sind. Die Märkte werden die Juni-Zahl mit anstehenden Unternehmensumfragen und harten Konjunkturdaten abgleichen, um zu beurteilen, ob sich der Abschwung abschwächt oder sich weiter verfestigt.
Ausblick für europäische Assets angesichts der Schwäche im Dienstleistungssektor
Der unerwartete Rückgang des französischen Dienstleistungs-PMI auf 46,8 bestätigt, dass sich eine Kontraktion durchsetzt. Dieser Wert liegt unter der Prognose von 47,4 und signalisiert, dass die wirtschaftliche Abkühlung in einem Kernland der Eurozone ausgeprägter ist als von uns erwartet. Entsprechend passen wir unseren kurzfristigen Ausblick an und positionieren uns defensiver in europäischen Assets.
Wir sehen in den kommenden Wochen erhöhte Abwärtsrisiken für den CAC-40-Index. Historisch gingen PMI-Enttäuschungen dieser Größenordnung – insbesondere wenn der Index bereits unter der 50-Punkte-Schwelle für Kontraktion liegt – häufig einem Rückgang von 2–3% im Folgemonat voraus. Wir kaufen daher Put-Optionen auf den CAC 40 mit Laufzeit bis August, um uns gegen einen möglichen Rückgang abzusichern oder davon zu profitieren.
Strategien für Devisen- und Volatilitätsmärkte
Diese Schwäche in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone dürfte den Euro tendenziell belasten. Da sich die Inflation im Euroraum zuletzt bei rund 2,6% stabilisiert hat, erschweren solche Daten es der Europäischen Zentralbank, an einem restriktiven Kurs festzuhalten. Wir positionieren uns daher für einen schwächeren EUR/USD, der möglicherweise Unterstützungsniveaus vom Jahresanfang erneut testet.
Die konjunkturelle Unsicherheit nimmt zu, und wir erwarten einen Anstieg der Marktvolatilität. Der Volatilitätsindex Euro Stoxx 50 (VSTOXX), der aktuell nahe einem vergleichsweise niedrigen Niveau von 16 notiert, scheint dieses neue Risiko aus Frankreich nicht vollständig einzupreisen. Wir kaufen VSTOXX-Call-Optionen als kosteneffiziente Möglichkeit, das Portfolio gegen einen breiteren Abschwung an den europäischen Märkten abzusichern.
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