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Gold setzt Rally fort, da schwächere US-Arbeitsmarktdaten den Goldpreis stützen

by VT Markets
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Jul 3, 2026

Kernaussagen

  • Der Kassapreis für Gold (Spot, also sofort lieferbar) stieg um 1,4% auf 4.179,94 US‑Dollar je Unze und erreichte den höchsten Stand seit dem 23. Juni.
  • Goldbarren (Bullion, physisches Anlagegold) steuerten auf ein Wochenplus von 2,3% zu – der erste Wochenanstieg seit fünf Wochen.
  • Die US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, zentraler US-Arbeitsmarktbericht) legte im Juni um 57.000 Stellen zu – erwartet wurden 110.000.
  • Nach den Daten senkten die Märkte die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im September auf rund 54% (zuvor 66%).
  • Ein schwächerer US-Dollar und sinkende Ölpreise stützten die Erholung; zusätzlich sorgen Käufe der Zentralbanken für Nachfrage.

Gold stieg am Freitag um mehr als 1% und steuerte auf den ersten Wochengewinn seit fünf Wochen zu. Grund waren schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten, die die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dämpften.

Der Spotpreis für Gold (Kassapreis) zog um 1,4% auf 4.179,94 US‑Dollar je Unze an – der höchste Stand seit dem 23. Juni. US-Gold-Futures (Terminkontrakte, also Handel für eine spätere Lieferung) auf August stiegen um 1,6% auf 4.193,20 US‑Dollar.

Die Rallye setzte sich fort, weil Anleger die schwächeren Arbeitsmarktdaten und deren Folgen für die US-Zinsen neu bewerteten.

Die Nonfarm Payrolls stiegen im Juni um 57.000 und lagen damit klar unter der Erwartung von 110.000. Das deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt (Arbeitsmarktdynamik) stärker als gedacht an Tempo verliert.


Warum Händler darauf achten

Der schwächere Arbeitsmarktbericht führte dazu, dass die Märkte die Aussichten für die US-Leitzinsen neu einschätzten.

Vor den Daten lag die vom Markt abgeleitete Wahrscheinlichkeit (aus Preisen abgeleitet, keine feste Zusage) einer Zinserhöhung im September bei rund 66%. Nach der Veröffentlichung fiel sie auf etwa 54%. Das nahm Druck von Anlagen ohne laufende Zinsen wie Gold (Gold zahlt keine Zinsen oder Dividenden).

Sinkende Zins­erwartungen können Gold stützen, weil verzinste Anlagen (etwa Anleihen) dann weniger attraktiv wirken. Zudem rutschte der US‑Dollar auf Wochensicht, wodurch in US‑Dollar notiertes Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger wird.

Auch niedrigere Ölpreise verstärkten den Stimmungswechsel bei den Zinsen. Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus erholte sich weiter, weil die Sorgen um die Versorgung nachließen.

Bessere Ölströme und diplomatische Signale drückten den Rohölpreis näher an das Vorkriegsniveau. Günstigere Energie kann den Inflationsdruck senken – und damit den Bedarf an kurzfristigen Zinserhöhungen („geldpolitische Straffung“) begrenzen.

Ganz vom Tisch sind weitere Zinsschritte aber nicht. Gold bleibt daher empfindlich gegenüber kommenden Inflationsdaten, Aussagen der Fed, Renditen von US-Staatsanleihen (Treasury-Renditen, also Marktzinsen für US-Anleihen) und Bewegungen im US‑Dollar.

Zusätzlich stützt die Nachfrage der Zentralbanken. Die Grafik unten zeigt, dass staatliche Institutionen im Mai wieder netto gekauft haben (Netto bedeutet: Käufe minus Verkäufe).

Quelle: Yahoo Finance

Die offiziellen Goldreserven stiegen im Mai netto um 41 Tonnen. Das spricht für einen längerfristigen Nachfragefaktor – weniger für den kurzfristigen Auslöser der jüngsten Bewegung.


Wichtige Handelsmarken

MarkeWorauf Händler achten
$4,350Breiter Widerstand (Zone, in der Verkäufe oft zunehmen) aus der Erholung Mitte Juni
$4,300Wichtiges Erholungsziel, falls die Dynamik zunimmt
$4,250Zweiter Widerstand über der aktuellen Handelsspanne
$4,200Erste große Hürde: psychologisch (runde Marke) und technisch (Chartmarke)
$4,178Aktueller Handelsbereich
$4,120Tagestief und erste Unterstützung (Bereich, in dem Käufer oft einsteigen)
$4,100Wichtige kurzfristige Unterstützung
$4,050Zweite Unterstützung aus der jüngsten Erholung
$4,000Große psychologische Unterstützung
$3,950Jüngstes Zwischentief (Swing Low, lokales Tief) und breitere Unterstützung nach unten

XAUUSD (Gold in US‑Dollar je Unze) handelt nahe 4.178 US‑Dollar, nachdem intraday (im Tagesverlauf) ein Hoch um 4.196 erreicht wurde. Die Erholung bringt den Kurs an 4.200 US‑Dollar – das ist der erste große Test für Käufer.

Ein stabiler Ausbruch über 4.200 US‑Dollar könnte den kurzfristigen Blick aufhellen und 4.250 in den Fokus rücken. Ein klarer Sprung darüber könnte den Weg in Richtung 4.300 und 4.350 öffnen.

Auf der Unterseite ist 4.120 die erste Unterstützung. Ein Rutsch darunter könnte 4.100 freilegen, danach 4.050, falls Gewinnmitnahmen (Verkäufe nach Kursanstieg) zunehmen.

Der Chart zeigt auch ein bullisches Signal (Hinweis auf steigende Kurse) von Anfang Juli. Die MACD‑Details (gleitender Durchschnitts‑Indikator, der Trend und Tempo über Durchschnittswerte misst) sind jedoch nicht vollständig sichtbar. Daher zählt vor allem, ob der Kurs über den Unterstützungen bleibt und 4.200 überwindet.


Szenarien: positiv und negativ

SzenarioAuslöserMögliche Marktreaktion
Positives HaltenÜber 4.120 bleibenKäufer könnten 4.200 erneut testen
Erholungs-AusbruchÜber 4.200 steigenGold könnte in Richtung 4.250 laufen
Fortsetzung nach obenÜber 4.250 ausbrechenTempo könnte bis 4.300 bis 4.350 reichen
SeitwärtsphaseZwischen 4.120 und 4.200 bleibenNach der starken Erholung könnte sich der Kurs beruhigen
Negative GegenbewegungUnter 4.120 fallenVerkäufer könnten 4.100 oder 4.050 ansteuern
Tiefere KorrekturUnter 4.050 brechenXAUUSD könnte auf 4.000 oder 3.950 zurücksetzen

Das positive Szenario hängt davon ab, dass XAUUSD über 4.120 bleibt und 4.200 klar überwindet. Das würde zeigen, dass Käufer nach der Erholung durch die Arbeitsmarktdaten weiter dominieren.

Für eine stärkere Aufwärtsbewegung wäre ein Ausbruch über 4.250 nötig. Gelingt das, könnte sich die Erholung bis 4.300 ausdehnen, danach wartet Widerstand um 4.350.

Neutral wäre eine Seitwärtsphase zwischen 4.120 und 4.200. Nach dem Anstieg um mehr als 1% kann das bedeuten, dass der Markt die Geldpolitik erneut abwägt, bevor die nächste Richtung feststeht.

Das negative Szenario gewinnt an Gewicht, wenn Gold unter 4.120 fällt. Ein bestätigter Bruch könnte 4.100 und 4.050 in den Fokus rücken. Fällt auch 4.050, könnte der Markt die runde 4.000‑Marke erneut testen.

Haftungsausschluss

Die genannten Kursmarken und Szenarien spiegeln die Einschätzung des Autors zum Zeitpunkt der Erstellung wider und sind keine Anlageberatung und keine offizielle Empfehlung von VT Markets. Bitte eigene Analyse durchführen und Risiken sorgfältig steuern.


XAUUSD-CFDs bei VT Markets handeln

Gold steht besonders im Fokus, wenn sich Zinserwartungen ändern, der US‑Dollar stark schwankt und Unsicherheit über Inflation und Wachstum herrscht.

Bei VT Markets können Händler XAUUSD und weitere Rohstoff‑CFDs (CFD = Differenzkontrakt, ein Derivat, das nur die Kursänderung abbildet) neben Devisen (Forex), Indizes, Öl, Silber, Aktien‑CFDs und ETF‑CFDs (ETF = börsengehandelter Fonds) über eine Plattform handeln.

VT Markets bietet Werkzeuge, um Kursverläufe (Price Action, also die reine Kursbewegung), wichtige Marken und Marktänderungen zu verfolgen. Ob Gold die Erholung über 4.200 fortsetzt oder zur Unterstützung zurückläuft: Händler können das Szenario mit Chart‑Tools, Kontooptionen und Zugriff auf mehrere Anlageklassen beobachten.

Jetzt mit dem Handel von Gold‑CFDs bei VT Markets starten.


Warum XAUUSD als CFD handeln?

CFDs ermöglichen es, auf steigende und fallende Goldpreise zu setzen, ohne physisches Gold zu besitzen.

Das kann in Phasen hoher makroökonomischer Schwankungen hilfreich sein – vor allem, wenn Arbeitsmarktdaten, Zinserwartungen, Renditen von US-Staatsanleihen und der US‑Dollar den Goldpreis (XAUUSD) treiben.

Bei VT Markets lässt sich Gold zusammen mit anderen wichtigen Märkten über ein Konto handeln. Das erleichtert den Blick auf Chancen zwischen verschiedenen Märkten.


Worauf als Nächstes zu achten ist

Händler sollten beobachten, ob die Märkte nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen weiter zurücknehmen.

US‑Dollar und Renditen von US‑Staatsanleihen bleiben entscheidend. Weitere Rückgänge könnten einen Ausbruch über 4.200 stützen, eine Erholung bei Dollar oder Renditen könnte den Anstieg bremsen.

Auch Ölpreise sind wichtig. Bleibt Energie schwach, sinken Inflationssorgen – das spricht eher für weniger strenge Geldpolitik.

Kommende Inflationsdaten und Aussagen der Fed zeigen, ob die Anpassung der Zinserwartungen Bestand hat. Die Nachfrage der Zentralbanken bleibt eine breitere Stütze, kurzfristig dürfte aber vor allem die Zinsbewertung am Markt entscheiden – und ob XAUUSD 4.200 US‑Dollar überwindet.


Häufige Fragen

Warum stieg Gold nach dem US-Arbeitsmarktbericht?

Gold stieg, weil der Stellenaufbau im Juni deutlich schwächer ausfiel als erwartet. Dadurch sanken die Erwartungen an weitere Fed‑Zinserhöhungen. Niedrigere Zinserwartungen stützen Anlagen ohne Zinsen wie Gold.

Wie beeinflusste der Bericht die Zinserwartungen?

Der Markt senkte die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von rund 66% auf 54%.

Wo liegt der wichtigste Widerstand für XAUUSD?

Der nächste wichtige Widerstand liegt bei 4.200 US‑Dollar. Ein klarer Ausbruch darüber könnte 4.250 und 4.300 ins Blickfeld rücken.

Wo liegt die wichtigste Unterstützung für Gold?

Die nächste Unterstützung liegt um 4.120 US‑Dollar, danach folgen 4.100 und 4.050.

Warum stützt ein schwächerer Dollar den Goldpreis?

Gold wird in US‑Dollar gehandelt. Fällt der Dollar, wird Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger – das kann die Nachfrage erhöhen.

Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.

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