AUD/USD: Wie Rohstoffe den Aussie-Dollar beeinflussen

by VT Markets
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Jul 2, 2026

Kernaussagen:

  • AUD/USD zeigt, wie viele US-Dollar (USD) ein Australischer Dollar (AUD) wert ist. Im Juni 2026 liegt der Kurs bei etwa 0,70.
  • Der „Aussie“ gilt als Rohstoffwährung: Preise für Eisenerz, Gold und Energie beeinflussen ihn oft stärker als viele andere wichtige Währungen.
  • China ist Australiens wichtigster Handelspartner. Chinesische Nachfrage und Konjunkturdaten bewegen das Währungspaar häufig.
  • Ein zentraler Treiber ist der Zinsabstand zwischen der australischen Notenbank (RBA) und der US-Notenbank (Fed). Der RBA-Leitzins („Cash Rate“, der wichtigste kurzfristige Zins in Australien) liegt Mitte 2026 bei 4,35%.
  • Das Paar reagiert stark auf „Risikostimmung“: In ruhigen Märkten steigt es oft, bei Angst an den Märkten fällt es häufig schnell.

Der Australische Dollar gehört zu den meistgehandelten Währungen. AUD/USD wirkt wie ein Echtzeit-Indikator für die weltweite Rohstoffnachfrage. Der „Aussie“ bewegt sich oft mit Eisenerz, Gold, Energiepreisen und der Konjunktur in China.

Diese enge Verbindung zur Realwirtschaft macht das Paar so beliebt. Dieser Leitfaden erklärt, was AUD/USD bedeutet, was den Kurs bewegt und wie sich das Paar über einen regulierten MT4- und MT5-Broker wie VT Markets handeln lässt – inklusive Ausblick 2026.

Was ist AUD/USD?

AUD/USD ist der Wechselkurs zwischen Australischem Dollar und US-Dollar. Ein Kurs von 0,70 bedeutet: 1 AUD entspricht 70 US-Cent. Das Paar heißt oft „Aussie“.

Was bedeutet AUD/USD?

Beim Währungspaar ist der Australische Dollar die Basiswährung (die erste Währung, die gehandelt wird) und der US-Dollar die Kurswährung (die zweite Währung, in der der Kurs notiert). Steigt der Kurs, wertet der AUD auf. Fällt er, gewinnt der USD.

  • Basiswährung: AUD, die Währung, die Sie kaufen oder verkaufen.
  • Kurswährung: USD, die Währung, die Sie bezahlen oder erhalten.

So lesen Sie eine AUD/USD-Kursstellung

Ein Live-Kurs besteht aus zwei Preisen: Bid (Geldkurs) ist der Preis, zu dem Sie verkaufen. Ask (Briefkurs) ist der Preis, zu dem Sie kaufen. Die Differenz heißt Spread (Handelsspanne) und wird in Pips (kleinste Kursbewegung) gemessen.

KurselementBedeutung
Bid 0.6999Preis, zu dem Sie verkaufen können
Ask 0.7001Preis, zu dem Sie kaufen können
Spread 0.0002 (2 Pips)typische Handelskosten beim Einstieg/Ausstieg über den Broker
  • Die vierte Nachkommastelle ist bei diesem Paar meist 1 Pip.
  • Ein enger Spread senkt die Kosten beim Kaufen und Verkaufen.

Ist AUD/USD ein wichtiges Währungspaar (Major)?

Ja. AUD/USD zählt zu den wichtigsten („Majors“) und gehört weltweit zu den meistgehandelten Paaren. Das sorgt meist für hohe Liquidität (viele Käufer und Verkäufer) und enge Spreads.

  • Bei Majors steht der US-Dollar auf einer Seite.
  • Der AUD liegt beim täglichen Handelsvolumen weit vorn.

Warum der Australische Dollar als Rohstoffwährung gilt

Australien exportiert große Mengen an Rohstoffen. Steigen Rohstoffpreise, fließt meist mehr Geld ins Land und der AUD tendiert nach oben. Allein mit Eisenerz erzielt Australien jährlich Einnahmen von über 100 Mrd. US-Dollar.

  • Wichtigste Exporte: Eisenerz, Kohle, Gas, Gold und Agrargüter.
  • Höhere Rohstoffpreise erhöhen das Einkommen des Landes und stützen den AUD.

Kurze Geschichte von AUD/USD

Der moderne Handel mit dem AUD begann 1983. Zuvor steuerte die Regierung den Wechselkurs stark. Mit der Freigabe änderte sich der Markt grundlegend.

Die Freigabe des Australischen Dollars 1983

Am 12. Dezember 1983 gab Australien den AUD frei. Der Kurs wurde vom Markt bestimmt: Angebot und Nachfrage statt Behörden.

  • Vor 1983 war der AUD an andere Währungen gekoppelt und stark kontrolliert.
  • Der freie Kurs half, wirtschaftliche Schocks besser abzufedern.

Wie die Freigabe 1983 den heutigen AUD/USD-Markt prägte

Der AUD wurde zu einer frei gehandelten Währung. Er konnte bei hoher Rohstoffnachfrage steigen und in Abschwüngen fallen. Diese Beweglichkeit ist bis heute sichtbar.

  • Kur­se spiegelten stärker Handelströme und Zinsen wider.
  • Das Paar wurde zu einem Indikator für das Weltwachstum.

Der Aufstieg des „Aussie“ zu einer der meistgehandelten Währungen

Mit der Zeit wurde AUD/USD zu einem der meistgehandelten Paare. Höhere Zinsen und Australiens Rohstoffprofil zogen Kapital an.

  • Stabile Institutionen zogen internationale Investoren an.
  • Die Rendite (Zinsertrag) australischer Anlagen machte den AUD attraktiv für Carry Trades (Strategie: Geld in einer Niedrigzinswährung leihen und in einer Hochzinswährung anlegen).

Was treibt den AUD/USD-Wechselkurs?

Mehrere Faktoren bewegen das Paar. Besonders wichtig sind Zinsen, Rohstoffe, China und die Risikostimmung. Das ist die Basis jeder AUD/USD-Prognose.

1. Zinsabstand: RBA gegen Fed

Der Zinsabstand zwischen der Reserve Bank of Australia (RBA) und der US-Notenbank (Fed) ist ein Haupttreiber. Höhere Zinsen in Australien ziehen Kapital an. Im Juni 2026 ließ die RBA ihren Leitzins („Cash Rate“) bei 4,35%, nach drei Erhöhungen zuvor. Die Fed (unter Kevin Warsh) hielt ihren Leitzins bei 3,50% bis 3,75% und klang weiter „hawkish“ (also eher für straffe Geldpolitik und gegen Zinssenkungen).

  • Wird der Zinsvorteil Australiens größer, steigt AUD/USD oft.
  • Ist die Fed „hawkish“, stärkt das häufig den US-Dollar und bremst den AUD.

2. Rohstoffpreise und Australiens „Terms of Trade“

Die „Terms of Trade“ vergleichen Exportpreise mit Importpreisen. Steigen Eisenerz- und Energiepreise, verbessert sich dieses Verhältnis – und der AUD legt oft zu.

  • Steigende Exportpreise erhöhen das Einkommen und stützen die Währung.
  • Fallende Rohstoffpreise wirken in die andere Richtung.

3. Chinas Nachfrage und der Australische Dollar

China ist Australiens größter Abnehmer. Chinas Nachfrage nach Eisenerz, Kohle und Gas wirkt direkt auf AUD/USD. Starke chinesische Konjunktur stützt den AUD, schwache Daten belasten ihn.

  • Chinesische Einkaufsmanagerindizes (PMI, Frühindikatoren für die Wirtschaft) und BIP-Daten können den Kurs binnen Minuten bewegen.
  • Ein Zoll-Waffenstillstand zwischen den USA und China 2026 stützte Erwartungen für Chinas Wachstum.

4. Risikostimmung: der „Aussie“ als Risiko-Währung

Der AUD gilt als „Risk-on“-Währung: Er steigt oft, wenn Anleger Risiko suchen und höhere Renditen wollen. Bei „Risk-off“ (Flucht in Sicherheit) fällt er häufig, weil Geld in den als sicher geltenden US-Dollar geht. Dadurch reagiert das Paar stark auf die globale Stimmung.

  • Ruhige, wachstumsfreundliche Märkte stützen den AUD oft.
  • In Stressphasen fließt Kapital häufig in den USD und weg vom AUD.

5. Stärke des US-Dollar und die Rolle des DXY

Da der US-Dollar Teil des Paars ist, ist seine Stärke entscheidend. Der US-Dollar-Index (DXY) misst den Dollar gegen einen Korb großer Währungen.

Im Spät-Juni 2026 stieg der DXY auf etwa 101, den höchsten Stand seit rund 13 Monaten (also seit etwa April/Mai 2025). Ein starker Dollar drückt AUD/USD oft – selbst wenn Australiens Daten solide sind. Auch der Unterschied bei Anleiherenditen (Renditeabstand) spielt eine Rolle.

  • Steigt der DXY, fällt der AUD oft.
  • US-Konjunkturdaten und Fed-Politik bestimmen die USD-Seite des Paars.
TreiberTypischer Effekt auf AUD/USD
Höherer RBA-Zins gegenüber der Fedpositiv für den AUD
Steigende Eisenerz- und Rohstoffpreisepositiv für den AUD
Starke chinesische Wachstumsdatenpositiv für den AUD
Risk-off-Stimmung und Marktangstnegativ für den AUD
Steigender US-Dollar-Index (DXY)negativ für den AUD

Wie sich AUD/USD typischerweise bewegt

Das Paar ist liquid (leicht handelbar), bewegt sich spürbar und reagiert schnell auf Risiko.

Ist AUD/USD volatil?

Die Schwankungen sind mittel. AUD/USD bewegt sich meist stärker als EUR/USD, aber weniger als viele Währungen aus Schwellenländern. 2026 lag das Tief bei etwa 0,6678 (Januar) und das Hoch bei rund 0,726 (Mitte Mai).

  • Diese Spanne bietet regelmäßig Chancen.
  • Die Tagesbewegungen werden während der Asien- und US-Handelszeit oft größer.

Welche Konjunkturdaten bewegen AUD/USD?

Einige Datenpunkte bewegen das Paar besonders oft. In der Asien-Zeit dominieren Australien und China, später am Tag die USA.

  • Australien: Inflation (CPI, Verbraucherpreise), Arbeitsmarkt, BIP und RBA-Entscheid.
  • China: BIP, PMI, Industrieproduktion und Handelsdaten.
  • USA: Arbeitsmarktbericht („Payrolls“), Inflation (CPI) und Fed-Entscheid.

Wie AUD/USD in Risk-off-Phasen reagiert

An Risk-off-Tagen fällt das Paar oft schnell. Anleger verkaufen AUD und kaufen den als sicher geltenden USD. Der Iran-Konflikt 2026 und der Ölpreisschock sind Beispiele.

  • Geopolitische Schocks treffen den AUD oft, bevor australische Daten kommen.
  • Bewegungen können schnell sein – Stop-Loss ist wichtig (automatische Verlustbegrenzung).

Wichtige Termine, die AUD/USD bewegen

Einige Termine sind für AUD-Trader besonders wichtig.

1. RBA-Zinsentscheid und Aussagen

Die RBA tagt achtmal pro Jahr. Zinsentscheid und Statement können den Kurs deutlich bewegen. Auch der Tonfall von Gouverneurin Michele Bullock ist wichtig.

2. Australische Inflation, Jobs und BIP

Inlandsdaten steuern die Erwartungen an die RBA und damit den Kurs. Im April 2026 lag die Inflation bei 4,2% und damit über dem Ziel von 2% bis 3%. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote auf 4,5%.

  • Hohe Inflation erhöht die Chance auf RBA-Zinsschritte und stützt den AUD.
  • Schwache Arbeitsmarktdaten können belasten.
  • Das BIP im 1. Quartal 2026 stieg nur um 0,3% – ein Signal für nachlassendes Tempo.

3. Chinesische Konjunkturdaten und PMI

Daten aus China bewegen AUD/USD oft auch ohne Nachrichten aus Australien. Ein schwacher PMI kann den AUD in Sekunden drücken, starke Daten wirken umgekehrt.

  • Industrie-PMI gelten als Frühindikator für Rohstoffnachfrage.
  • Chinas BIP- und Handelszahlen schlagen oft direkt auf den AUD durch.

4. US-Daten und Fed-Entscheide

US-Daten bewegen die USD-Seite. Ein starker Arbeitsmarktbericht für Mai 2026 mit 172.000 neuen Stellen hob Erwartungen an höhere Zinsen an und stärkte den Dollar – das drückte den AUD.

  • US-Arbeitsmarkt, Inflation und Fed-Entscheid zählen zu den wichtigsten Terminen.
  • Unerwartet „hawkishe“ Fed-Signale belasten AUD/USD oft.

Korrelationen und Vergleiche

AUD/USD hängt mit anderen Märkten zusammen. Solche Zusammenhänge können einen Trade bestätigen oder warnen.

AUD/USD und Gold

AUD und Gold bewegen sich oft in die gleiche Richtung. Australien ist ein großer Goldproduzent, поэтому stützt ein steigender Goldpreis häufig die Währung. Mitte 2026 notierte Gold bei rund 4.100 US-Dollar je Unze, deutlich unter dem Januar-Hoch über 5.500 US-Dollar.

  • Beide gelten oft als Alternative zum US-Dollar.
  • Der Zusammenhang ist oft positiv, aber nicht immer.

AUD/USD und NZD/USD: warum „Aussie“ und „Kiwi“ oft gemeinsam laufen

AUD und NZD (Neuseeland-Dollar, „Kiwi“) reagieren häufig ähnlich: beide sind rohstoffnah und liegen in derselben Region. Deshalb bewegen sich die Paare oft in die gleiche Richtung.

  • Abweichungen gibt es, wenn RBA und RBNZ (Notenbank Neuseelands) unterschiedliche Geldpolitik signalisieren.
  • Trader nutzen dafür oft den Cross AUD/NZD (Wechselkurs ohne US-Dollar).

AUD/USD versus EUR/USD: die Unterschiede

EUR/USD ist das meistgehandelte Währungspaar. Es hängt vor allem von US- und Eurozonen-Politik ab. AUD/USD bringt zusätzlich Rohstoffe, China und Risikostimmung ins Spiel – das macht es oft beweglicher.

  • EUR/USD ist oft ruhiger und noch liquider.
  • AUD/USD reagiert stärker auf Rohstoffthemen.

AUD/USD und der US-Dollar-Index

AUD/USD läuft meist gegen den DXY. Steigt der DXY, fällt der AUD häufig. Dieser Zusammenhang ist im Devisenmarkt besonders verbreitet.

  • Ein steigender DXY ist Gegenwind für den AUD.
  • Ein fallender DXY ist Rückenwind.

So handeln Sie AUD/USD

Der Handel ist verständlich, wenn Sie Handelszeiten, Pips, Spreads und Lot-Größen kennen.

Handelszeiten und günstige Zeiten für AUD/USD

Das Paar wird werktags rund um die Uhr gehandelt. Am aktivsten ist meist die Asien-Zeit, wenn Nachrichten aus Australien und China kommen. Eine zweite Hochphase entsteht, wenn London und New York überschneiden.

  • Asien-Session: meiste AUD-spezifischen Bewegungen.
  • Überschneidung London/New York: hohe Liquidität, oft engere Spreads.
  • Ruhige Zeiten: Spreads oft breiter, Bewegungen kleiner.

Pips, Spreads und Lot-Größen bei AUD/USD

Bei AUD/USD ist 1 Pip meist die vierte Nachkommastelle. Der Geldwert eines Pips hängt von der Positionsgröße (Lot) ab. Ein Standard-Lot sind 100.000 Einheiten; 1 Pip entspricht dann grob 10 US-Dollar. Pips und Spread sind ein Kernbestandteil Ihrer Handelskosten.

  • Standard-Lot (100.000 Einheiten): 1 Pip ≈ 10 US-Dollar.
  • Mini-Lot (10.000 Einheiten): 1 Pip ≈ 1 US-Dollar.
  • Mikro-Lot (1.000 Einheiten): 1 Pip ≈ 0,10 US-Dollar.

Beispielrechnung:

Sie kaufen 1 Mini-Lot bei 0,7000 und verkaufen bei 0,7050. Das sind +50 Pips. Bei 1 US-Dollar pro Pip ergibt das 50 × 1 = 50 US-Dollar Gewinn, vor Spread und möglicher Provision.

AUD/USD mit CFDs handeln

Viele Privatanleger handeln AUD/USD über CFDs (Differenzkontrakte). Ein CFD bildet die Kursbewegung ab, ohne dass Sie die Währung besitzen. Gewinne und Verluste ergeben sich aus der Kursänderung. Bei VT Markets lässt sich AUD/USD über MetaTrader 4 und MetaTrader 5 handeln.

  • Long (Kauf): wenn Sie steigende Kurse erwarten.
  • Short (Verkauf): wenn Sie fallende Kurse erwarten.
  • CFDs nutzen Hebel (Leverage: Sie bewegen mit wenig Einsatz eine größere Position) – das verstärkt Gewinne und Verluste.

Risiko steuern beim Handel mit AUD/USD

Risikomanagement entscheidet, ob Sie langfristig handlungsfähig bleiben. Der Hebel kann helfen oder schaden. Eine einfache Regel: Pro Trade nur einen kleinen Teil des Kapitals riskieren.

  • Pro Trade höchstens 1% bis 2% des Kontos riskieren.
  • Stop-Loss nutzen (automatischer Ausstieg bei Verlust).
  • Positionsgröße nach dem Stop-Loss wählen, nicht umgekehrt.

Praxistipp: Bei 5.000 US-Dollar Kontostand sind 1% Risiko 50 US-Dollar. Mit einem Stop von 50 Pips und einem Mini-Lot (1 US-Dollar je Pip) liegt der maximale Verlust bei 50 × 1 = 50 US-Dollar – innerhalb des Limits.

Strategien für den Handel mit AUD/USD

Es gibt nicht die eine Methode. Viele kombinieren Fundamentaldaten (Wirtschaft/Zinsen) und Chartanalyse.

1. AUD/USD über Fundamentaldaten handeln

Fundamental orientierte Trader beobachten Zinsen, Rohstoffe und China. Sie bilden eine Einschätzung und wählen Einstiege rund um Daten und Termine. Viele Banken erwarten 2026 eine Spanne von 0,69 bis 0,73.

  • Zinspfad RBA vs. Fed verfolgen.
  • Eisenerz, Gold und Chinas Wachstum beobachten.
  • Wirtschaftskalender nutzen (Übersicht geplanter Datenveröffentlichungen).
QuelleErwartung für Ende 2026
Westpacum 0,71
NABum 0,71
INGum 0,69
Traders Union (Modell)um 0,71

Hinweis: Prognosen hängen von Annahmen ab und können sich schnell ändern. Sie sind Orientierung, keine Zusage.

2. AUD/USD mit Chartanalyse handeln

Chartorientierte Trader arbeiten vor allem mit dem Kursverlauf. Wichtige Begriffe sind Unterstützung (Bereich, in dem Kurse oft halten), Widerstand (Bereich, an dem Kurse oft drehen), Trends und Indikatoren (Rechenhilfen aus dem Kursverlauf). Wegen der hohen Liquidität reagiert AUD/USD häufig gut auf solche Marken.

  • Gleitende Durchschnitte (Moving Averages: geglättete Durchschnittskurse) helfen, Trends zu erkennen.
  • Unterstützung und Widerstand helfen bei Ein- und Ausstiegen.
  • Der RSI (Relative Strength Index) zeigt mögliche Überkauft-/Überverkauft-Zonen (Hinweis auf kurzfristige Übertreibungen).

3. Carry Trade bei AUD/USD – einfach erklärt

Beim Carry Trade kaufen Anleger eine Währung mit höherem Zins und finanzieren das mit einer Währung mit niedrigerem Zins. Mit 4,35% Leitzins war der AUD lange interessant.

  • Sie verdienen den Zinsunterschied, solange die Position offen ist.
  • Das funktioniert am besten in ruhigen Märkten („Risk-on“).
  • Bei Stress kann die Strategie schnell kippen – Risiko begrenzen.

4. Range- und Breakout-Ansätze bei AUD/USD

AUD/USD läuft oft seitwärts in einer Spanne (Range) und bricht bei Nachrichten aus. Range-Trader kaufen nahe Unterstützung und verkaufen nahe Widerstand. Breakout-Trader warten auf einen klaren Ausbruch über/unter ein Niveau.

  • Range-Trading passt zu ruhigen Seitwärtsphasen.
  • Breakout-Trading passt zu Tagen mit wichtigen Terminen.
  • Ausbrüche bestätigen, um Fehlsignale zu vermeiden.

Wer handelt AUD/USD – und warum?

Viele Gruppen handeln das Paar – aus unterschiedlichen Gründen.

Trader und Spekulanten

Spekulanten stellen einen großen Teil des täglichen Handels. Sie zielen auf kurzfristige Kursbewegungen. Liquidität und klare Treiber machen das Paar dafür geeignet.

  • Daytrader nutzen Bewegungen innerhalb eines Tages.
  • Swing-Trader halten Positionen mehrere Tage und handeln Themen.

Unternehmen und Exporteure: Absicherung gegen Währungsrisiken

Australische Exporteure und Importeure sichern sich ab. Ein Bergbauunternehmen, das in US-Dollar nach China verkauft, trägt Wechselkursrisiko. Eine Absicherung („Hedging“: Kurs für die Zukunft festschreiben) reduziert dieses Risiko.

  • Exporteure sichern künftige Einnahmen ab.
  • Importeure begrenzen künftige Kosten.

Warum das Paar für Einsteiger attraktiv ist

Für Einsteiger ist AUD/USD oft gut verständlich: viel Liquidität, breite Berichterstattung, nachvollziehbare Treiber. Spreads sind meist eng.

  • Es gibt viele kostenlose Analysen und Lernangebote.
  • Die Treiber sind greifbar: Rohstoffe, China, Zinsen.

Häufige Fehler beim Handel mit AUD/USD

Viele Fehler entstehen, wenn die Besonderheiten des Paars ignoriert werden.

1. China- und Rohstoffbezug ignorieren

Der häufigste Fehler: AUD/USD wie jedes andere Major behandeln. Wer China und Rohstoffe ausblendet, übersieht den wichtigsten Treiber.

  • Eisenerz und andere wichtige Rohstoffpreise prüfen.
  • Chinesische Daten verfolgen, nicht nur australische.

2. Asien-Session und Liquidität falsch einschätzen

Die größten Bewegungen kommen oft in der Asien-Zeit. Die Liquidität dort beeinflusst Spread und Handelsspanne. Wer das wie ein „London-Paar“ handelt, wird oft überrascht.

  • Mit den wichtigsten AUD-Bewegungen in Asien rechnen.
  • In ruhigen Nachtstunden können Spreads deutlich breiter werden.

3. Zinsabstand RBA vs. Fed übersehen

Der Zinsabstand setzt oft die Richtung. Wer ihn ignoriert, sieht nur die halbe Lage. 2026 agierten beide Notenbanken eher straff.

  • Beide Zinspfade beobachten, nicht nur einen.
  • Ein drehender Zinsabstand kann Trends kippen.

4. „Major“ mit geringem Risiko verwechseln

Dass es ein Major ist, heißt nicht „sicher“. In Stressphasen kann AUD/USD schnell und deutlich fallen.

  • In Panikphasen kann der AUD stark abwerten.
  • Positionsgröße an dieses Risiko anpassen.

5. Wichtige Daten handeln, ohne Risiko zu begrenzen

Ohne Plan durch RBA, Fed oder chinesische BIP-Daten zu handeln ist riskant. Spreads werden breiter und Kurse springen. Risiko begrenzen oder aussetzen.

  • Vor wichtigen Terminen Positionsgröße reduzieren.
  • Stop-Loss nutzen, um Überraschungen zu begrenzen.
  • Manchmal ist der beste Trade: keiner.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist AUD/USD ein Major?

Ja. AUD/USD gehört zu den wichtigsten Währungspaaren. Es wird weltweit stark gehandelt, meist mit hoher Liquidität und engen Spreads.

Warum gilt der Australische Dollar als Rohstoffwährung?

Australien exportiert große Mengen an Rohstoffen – besonders Eisenerz, Kohle, Gas und Gold. Steigende Rohstoffpreise bringen meist mehr Einnahmen ins Land, was den AUD oft stützt.

Was bewegt den AUD/USD-Kurs?

Wichtig sind der Zinsabstand RBA/Fed, Rohstoffpreise, Chinas Nachfrage, die Risikostimmung und die Stärke des US-Dollar. Daten aus Australien, China und den USA können den Kurs bewegen.

Wann ist die beste Zeit, AUD/USD zu handeln?

Am aktivsten ist oft die Asien-Session, weil dann Daten aus Australien und China kommen. Auch die Überschneidung von London und New York bietet häufig hohe Liquidität und engere Spreads.

Ist AUD/USD volatil?

Die Schwankungen sind mittel. AUD/USD bewegt sich meist stärker als EUR/USD, aber weniger als viele Schwellenländer-Währungen. 2026 lag die Spanne grob zwischen 0,67 und 0,73.

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