USD/CNH blieb in einer Seitwärtsrange, nachdem das Paar zunächst auf 6,8195 gestiegen und anschließend wieder zurückgekommen war. UOB zufolge notierte das Währungspaar zwischen 6,7982 und 6,8094 und schloss bei 6,8044, ein Plus von 0,04%, womit das Momentum insgesamt weitgehend unverändert blieb. Vor diesem Hintergrund hält die Bank an ihrer kurzfristigen Spanne von 6,7950 bis 6,8100 fest.
Auf Sicht von 1–3 Wochen behält UOB zwar einen konstruktiven Bias bei, räumt jedoch ein, dass sich der Aufwärtsimpuls seit Ende Juni abgeschwächt hat. Ein Vorstoß in Richtung 6,8300 bleibe möglich, solange 6,7900 weiterhin als Unterstützung halte. Für den Zeitraum von 1–3 Monaten ergänzt die Bank, dass ein Ausbruch über den 21-Wochen-EMA bei 6,8430 erforderlich wäre, um eine nachhaltige Erholung zu bestätigen.
Seitwärtshandel hält an in einem Umfeld niedriger Volatilität
Wir sehen USD/CNH in einem engen Korridor gefangen und erwarten kurzfristig weiterhin Handel zwischen 6,7950 und 6,8100. Jüngste Daten untermauern diese ruhige Phase: Die 1-Monats-implizite Volatilität des Paares ist auf ein Jahrestief von nur 3,8% gefallen. Das deutet darauf hin, dass der Markt in den kommenden Wochen keine größeren Bewegungen einpreist.
Trotz der Ruhe bleibt unser Grundbias zugunsten eines stärkeren US-Dollar bestehen. Chinas jüngster offizieller Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Juni fiel enttäuschend mit 49,7 aus, signalisiert damit eine leichte Kontraktion und belastet den Yuan. Dem stehen die jüngsten US-PCE-Inflationsdaten gegenüber, die hartnäckig oberhalb des Fed-Ziels geblieben sind und damit das Argument für einen festen Dollar untermauern.
Handelsstrategien und zentrale Risikomarken
Für Trader bietet dieses Umfeld niedriger Volatilität eine Gelegenheit, kurzfristige Optionen zu verkaufen. Wir halten den Verkauf von Strangles mit Strikes um 6,7900 und 6,8150 für eine mögliche Strategie, um Prämien zu vereinnahmen, solange das Paar seitwärts läuft. Ziel ist es, von der geringen Bewegung in den kommenden Tagen zu profitieren.
Allerdings sehen wir das Risiko, dass der US-Dollar innerhalb der nächsten drei Wochen nach oben ausbrechen könnte. Entsprechend sollten wir den Kauf günstiger Out-of-the-Money-Call-Optionen in Erwägung ziehen, um uns für eine mögliche Bewegung in Richtung 6,8300 zu positionieren. Eine 2-Wochen-Call-Option mit Strike 6,8300 ist ein effizienter Weg, dieses Aufwärtspotenzial mit begrenzten Anfangskosten abzubilden.
Unser wichtigstes Risikoniveau ist die robuste Unterstützung bei 6,7900. Ein klarer Bruch darunter würde unsere positive Dollar-Einschätzung entkräften und uns zwingen, bullische Positionen abzubauen. Wir werden diese Marke eng beobachten, da sie unser primärer Auslöser für eine Neubewertung der Strategie ist.
Mit Blick weiter nach vorn müsste eine nachhaltige Rally die 21-Wochen-Durchschnittslinie überwinden, die derzeit nahe 6,8430 verläuft. Sollte unser erstes Kursziel von 6,8300 erreicht werden, würden wir einen Ausbruch über diesen längerfristigen Durchschnitt als Signal für eine deutlichere und dauerhaftere Dollar-Erholung werten. Bis dahin handeln wir die Range mit leichtem Aufwärtsbias.
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