Die „Magnificent Seven“ stehen für rund 33,7% des S&P 500 und haben seit Beginn der KI-Rallye Ende 2022 einen Großteil des Marktanstiegs getragen, da Nvidia, Microsoft, Apple, Amazon, Alphabet, Tesla und Meta KI in Produkte und Abläufe integriert haben. Diese Kursgewinne haben die Bewertungen nach oben getrieben; Tesla wird dabei auf KGV-Basis mit etwa dem 400-Fachen genannt, was die Frage erneut in den Fokus rückt, ob diese Preisniveaus tragfähig sind. In der Folge hat sich die Aufmerksamkeit auf „wirtschaftliche Burggräben“ (Economic Moats) verlagert – verstanden als dauerhafte strukturelle Vorteile, die Marktanteile und Profitabilität schützen, wenn die Multiples ausgereizt wirken.
Microsofts Burggraben wird vor allem mit der tiefen Verankerung in Unternehmen über Azure Cloud und Office 365 sowie KI-Integrationen begründet; Windows soll nahezu zwei Drittel der weltweiten Desktop-Betriebssysteme betreiben, während Apples OS X mit 8% angegeben wird. Außerdem verweist der Text auf ein OpenAI-Investment von 13 Mrd. US-Dollar im Jahr 2023, wobei sich gemeldete Bewertungsannahmen von 95 Mrd. auf 135 Mrd. US-Dollar verschoben haben. Meta wird als werbegetrieben dargestellt, mit knapp 98% des Umsatzes aus Anzeigen und einer durchschnittlichen täglichen Nutzung von 3,58 Mrd. Menschen über seine Apps hinweg, bei einem KGV von rund 21; Apples Ökosystem wird mit wiederkehrenden Serviceerlösen verknüpft, zudem wird das iPhone 17 als KI-integriert genannt.
Konzentrationsrisiko und Hedging-Strategien
Da die Magnificent Seven inzwischen über 35% des S&P 500 ausmachen, halten wir den breiteren Markt für anfällig gegenüber einem Rücksetzer in nur wenigen dieser Titel. Das hohe Konzentrationsrisiko – vergleichbar mit Niveaus, die seit der Dotcom-Ära um das Jahr 2000 nicht mehr gesehen wurden – spricht dafür, in den kommenden Wochen den Kauf von Protective Puts auf den SPX oder QQQ als sinnvolle Absicherung zu nutzen. Diese Strategie ermöglicht es uns, unsere grundsätzlich bullishen Kernpositionen beizubehalten und uns zugleich gegen eine scharfe, kopflastige Korrektur zu versichern.
Fokus auf wirtschaftliche Burggräben und selektive Positionierung
Wir schauen gezielt auf Unternehmen mit dauerhaften wirtschaftlichen Burggräben – etwa Microsoft und Meta – als Ankerpositionen. Microsofts Cloud-Sparte Azure wies im jüngsten Quartalsbericht ein Wachstum von 34% gegenüber dem Vorjahr aus und unterstreicht damit, dass die tiefe Verankerung in den IT-Ausgaben von Unternehmen eine starke Verteidigung darstellt. Für diese Namen bevorzugen wir den Verkauf von Cash-Secured Puts mit Ausübungspreisen unterhalb des aktuellen Kursniveaus – eine Strategie, um entweder solide Unternehmen mit Abschlag zu erwerben oder laufende Erträge zu erzielen.
Bei einer Aktie wie Apple sehen wir trotz des starken Ökosystems gewisse Ausführungsrisiken nach der durchwachsenen Adoption der ersten KI-Funktionen, die im vergangenen Jahr eingeführt wurden. Die jüngste regulatorische Prüfung in den USA und in Europa hat zudem die implizite Volatilität auf ein 12-Monats-Hoch von 35% getrieben. Daher setzen wir auf Strategien mit definiertem Risiko, etwa Bull Call Spreads, um an möglichem Aufwärtspotenzial durch neue Produktankündigungen zu partizipieren und gleichzeitig den maximalen Verlust zu begrenzen.
Dieser Markt erzeugt eine klare Divergenz zwischen den Mag7-Mitgliedern, was Pair-Trades besonders attraktiv macht. So erwägen wir beispielsweise, Meta long zu gehen – dessen Werbe-Burggraben sich als robust erwiesen hat, mit einem Anstieg der Werbeerlöse um 25% im vergangenen Quartal – und gleichzeitig Puts auf Tesla zu kaufen, das trotz zunehmenden Wettbewerbs im E-Auto-Markt weiterhin mit einem KGV von über 80 kämpft. Dieser Ansatz erlaubt es uns, die relative Stärke unterschiedlicher Geschäftsmodelle innerhalb derselben Tech-Kohorte auszunutzen.
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