Indiens Industrieproduktion ist im Mai laut den jüngsten Daten um 5,1 % gestiegen. Das entspricht einer Beschleunigung gegenüber 4,9 % im vorherigen Zeitraum.
Der Anstieg deutet zu Beginn des laufenden Fiskaljahres auf eine moderate Belebung der Fabrikaktivität hin; der Gesamtwert zeigt eine leichte Verbesserung gegenüber dem Tempo des Vormonats.
Auswirkungen auf Aktien- und Derivatemärkte
Da Indiens Industrieproduktion im Mai auf 5,1 % gestiegen ist, werten wir dies als Bestätigung der zugrunde liegenden wirtschaftlichen Stärke. Dieses stetige Wachstum, aufbauend auf den 4,9 % des Vormonats, stützt einen positiven Ausblick für den Inlandsmarkt. Für Derivatehändler spricht das dafür, dass sich das zuletzt beobachtete Momentum in den kommenden Wochen fortsetzen kann.
Wir sehen dadurch die Argumente für eine bullische Positionierung in Aktienindex-Derivaten gestärkt. Diese Daten dürften den Nifty 50 stützen und Call-Optionen auf den Index für den Juli-Verfall attraktiv machen. Ausländische Portfolioinvestoren (FPI) waren in diesem Monat bereits Nettokäufer; die Zuflüsse liegen bei über 2,2 Mrd. US-Dollar, und dieser starke Industriewert dürfte weitere Engagements begünstigen.
Währungs- und Zinsausblick
An der Währungsfront führt eine robuste Konjunktur typischerweise zu einer stärkeren Rupie. Wir sehen darin eine Gelegenheit, auf eine weitere Aufwertung gegenüber dem US-Dollar zu setzen. Das Verkaufen von USD/INR-Futures oder der Kauf von Put-Optionen auf das Währungspaar könnte eine sinnvolle Strategie sein, da anhaltendes Wachstum Kapitalzuflüsse anzieht, die die Lokalwährung stützen.
Allerdings müssen wir auch die inflationären Nebenwirkungen eines derart starken Wachstums berücksichtigen – zumal die jüngsten CPI-Daten eine Inflation von 5,4 % zeigen und damit weiterhin über dem Ziel der RBI liegen. Das könnte dazu führen, dass der Markt eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im späteren Jahresverlauf einpreist. Entsprechend werden wir auch Zinsfutures auf Anzeichen einer Verschiebung der Erwartungen beobachten.
Historisch geht eine starke Industrieentwicklung häufig einer Phase der Marktoutperformance voraus, bevor Sorgen über eine geldpolitische Straffung überwiegen. Vorerst fokussieren wir uns auf die Wachstumsstory und bevorzugen Long-Positionen in Aktienfutures sowie Short-Positionen im USD/INR. Die anstehenden Inflationsdaten für Juni werden der nächste wichtige Katalysator sein.
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