EUR/JPY hält sich über 184, während brüchige US-Iran-Waffenruhe und EZB-Forum die Märkte nervös halten

by VT Markets
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Jun 29, 2026

EUR/JPY notierte am Montag im frühen europäischen Handel fester nahe 184,20 und hielt sich über 184,00, während die allgemeine Risikostimmung angesichts einer fragilen Waffenruhe zwischen den USA und Iran sensibel blieb. Beide Seiten lieferten sich am Wochenende neue Wortgefechte, bevor sie sich darauf einigten, Angriffe auszusetzen und sich am Dienstag in Katar zu treffen. Separat sorgten Spekulationen über eine mögliche japanische Marktintervention für unterstützenden Rückenwind beim JPY, nachdem Japans Kabinettschef Minoru Kihara sagte, die Behörden würden bei Bedarf angemessen gegen Bewegungen am Devisenmarkt vorgehen.

In dieser Woche richtet sich der Blick zudem auf das jährliche Forum der Europäischen Zentralbank, das am Montag von Präsidentin Christine Lagarde eröffnet wurde, während die Märkte ihre Erwartungen an die Geldpolitik der Notenbanken vor dem Hintergrund niedrigerer Ölpreise und volatiler Aktienmärkte neu austarieren. Aus charttechnischer Sicht behielt das Cross unter dem 100-Tage-SMA und dem mittleren Bollinger-Band einen bärischen Bias, während der RSI (14) bei 42,65 lag und damit unter der neutralen 50er-Marke blieb. Unterstützung wurde um 183,55 am unteren Bollinger-Band verortet, während ein Tagesschluss über dem 100-Tage-SMA bei 184,55 den Druck mindern und 184,95 ins Spiel bringen würde; als nächstes käme 186,35 am oberen Band in den Blick.

Technische Widerstände und Optionsstrategien

Mit Stand von heute, dem 29. Juni 2026, sehen wir EUR/JPY weiter unter dem wichtigen 100-Tage-Durchschnitt nahe 184,55 kämpfen. Dieses Niveau fungiert als bedeutender Deckel und spricht dafür, Call-Optionen zu verkaufen oder Bear-Call-Spreads mit Ausübungspreisen oberhalb von 184,60 zu implementieren. Auf diese Weise lässt sich Prämie vereinnahmen, während darauf gesetzt wird, dass der technische Widerstand kurzfristig Bestand hat.

Die anhaltende Gefahr einer japanischen Währungsintervention untermauert unseren bärischen Bias hinsichtlich des Aufwärtspotenzials des Paares. Das japanische Finanzministerium berichtete, im zweiten Quartal 2026 mit Interventionen rekordhohe 11 Billionen Yen ausgegeben zu haben – ein Hinweis auf die Entschlossenheit, ähnlich den aggressiven Maßnahmen Ende 2022. Diese Historie deutet darauf hin, dass jede kräftige Rally wahrscheinlich auf offizielle Verkaufsaktivitäten trifft, was Long-Positionen riskant macht.

Volatilitätsstrategien angesichts von Event-Risiken

Gleichzeitig müssen wir mögliche positive Überraschungen vom EZB-Forum in dieser Woche berücksichtigen. Nachdem die Eurozonen-Headline-Inflation im Mai unerwartet auf 2,9% angezogen hat, könnten hawkishe Kommentare von EZB-Vertretern eine kräftige, wenn auch womöglich nur vorübergehende, Euro-Rally auslösen. Dieses binäre Risiko macht den Kauf von Volatilität für die kommenden Wochen attraktiv.

Vor dem Hintergrund der gegenläufigen fundamentalen Treiber halten wir Long-Straddles oder Strangles für geeignet. Die einmonatige implizite Volatilität für EUR/JPY ist bereits auf 12,5% gestiegen – den höchsten Stand in diesem Quartal – und spiegelt die Unsicherheit sowohl wegen der Geopolitik als auch der Notenbankpolitik wider. Diese Strategie positioniert uns so, dass wir von einer deutlichen Kursbewegung in beide Richtungen profitieren können, ohne den Ausgang der Ereignisse dieser Woche vorhersagen zu müssen.

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