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USD/CAD rutscht auf 1,4190 ab, da die US‑Iran‑Pause die Risikostimmung hebt, Öl nachgibt und Fed‑Falken präsent bleiben

by VT Markets
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Jun 29, 2026

USD/CAD blieb in der dritten Sitzung in Folge unter Druck und wurde am Montag in der Asien-Session nahe 1,4190 gehandelt, nachdem der US-Dollar nach Berichten nachgab, wonach Washington und Teheran vereinbart hätten, gegenseitige Angriffe im Vorfeld der in dieser Woche in Doha geplanten Friedensgespräche einzustellen. Der Devisenmarkt blieb nachrichtengetrieben, da Händler regionale Stabilität und das übergeordnete Risikosentiment abwogen. Die Pause folgte auf Vergeltungsschläge, die am Donnerstag begonnen hatten, nachdem ein iranisches Geschoss ein Frachtschiff getroffen hatte; beide Seiten warfen sich vor, eine vorläufige Waffenruhe vom 17. Juni gebrochen zu haben. Offizielle Delegationen sollen am Dienstag in Katar zusammenkommen, um ein Ende des Konflikts zu verhandeln.

Die Abwärtsbewegung beim Greenback wurde jedoch durch restriktive Erwartungen an die US-Notenbank begrenzt. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bereits im September 2026 bei 59,7%, während die US-Arbeitsmarktdaten dieser Woche am Donnerstag im Nonfarm-Payrolls-Bericht gipfeln. Erwartet wird für Juni ein Beschäftigungsaufbau von 114.000, bei unveränderter Arbeitslosenquote von 4,3%. Der kanadische Dollar bekam zusätzlich Gegenwind von nachgebendem Öl, da Kanada ein bedeutender Exporteur ist; WTI lag bei rund 69,80 US-Dollar, nachdem die Preise auf einen Reuters-Bericht hin fielen, wonach die USA und Iran die Feindseligkeiten im Golf aussetzen und Gespräche über die Straße von Hormus wieder aufnehmen würden.

Geopolitische Entspannung und Dynamik am Ölmarkt

Angesichts der diplomatischen Entwicklungen zwischen Washington und Teheran sehen wir eine vorübergehende Abnahme der Risikoaversion, was den US-Dollar belastet. Das hat USD/CAD nach unten gedrückt, allerdings halten wir die Lage für fragil. Die anstehenden Friedensgespräche in Doha am Dienstag sind ein entscheidender Wendepunkt; ein Scheitern könnte den jüngsten Trend rasch umkehren.

Diese geopolitische Entspannung hat die Ölpreise unmittelbar beeinflusst: West Texas Intermediate fiel unter 70 US-Dollar je Barrel. Jüngste Daten der Energy Information Administration, die einen unerwarteten Anstieg der Rohöllagerbestände um 2,1 Millionen Barrel zeigten, verstärkten den Abwärtsdruck zusätzlich. Da Kanada ein großer Ölexporteur ist, wirkt die Schwäche beim Ölpreis direkt als Gegenwind für den kanadischen Dollar und begrenzt seine Fähigkeit, gegenüber dem Greenback zuzulegen.

Zentralbank-Divergenz und Marktstrategie

Aus unserer Sicht wird in den kommenden Wochen vor allem die Divergenz der Geldpolitik der zentrale Treiber sein. Während die Bank of Canada angesichts zuletzt stabiler inländischer CPI-Daten von 2,5% voraussichtlich abwarten dürfte, signalisiert die US-Notenbank einen anderen Kurs. Der Markt preist derzeit eine Wahrscheinlichkeit von knapp 60% für eine Fed-Zinserhöhung bis September ein — eine Einschätzung, die stark vom Nonfarm-Payrolls-Bericht am Donnerstag beeinflusst werden dürfte.

Daher sehen wir den aktuellen Rücksetzer bei USD/CAD als potenzielle Gelegenheit — allerdings mit erheblichem Ereignisrisiko. Wir erwägen, kurzfristige Volatilität über Optionen zu kaufen, etwa mittels eines Straddles, im Vorfeld der NFP-Veröffentlichung am Donnerstag. Fällt die US-Jobzahl stark aus und stützt damit den restriktiven Fed-Ton, könnte die Unterstützung für den US-Dollar die aktuelle geopolitische Stimmung leicht überlagern.

In den kommenden Wochen werden wir die Spreads zwischen US- und kanadischen Staatsanleiherenditen genau beobachten, da diese häufig die erwartete geldpolitische Divergenz widerspiegeln. Historisch führte eine Ausweitung des Spreads zugunsten der USA zu einer anhaltenden Stärke von USD/CAD. Ein Scheitern der Doha-Gespräche dürfte Ölpreise und Risikoaversion nach oben treiben und ein komplexes Szenario schaffen, in dem sowohl USD als auch CAD zulegen könnten — mit der Folge eines volatilen, seitwärts tendierenden Handels.

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