Gold (XAU/USD) gab am Montag im asiatischen Handel auf etwa 4.060 US-Dollar nach; die Zuflüsse wurden durch Unsicherheit über die US-Iran-Gespräche sowie Erwartungen an eine restriktive US-Notenbank belastet. Die USA und Iran hätten sich darauf geeinigt, Angriffe auszusetzen, und wollen sich am Dienstag in Doha (Katar) treffen, berichtete Axios, nachdem es in den vergangenen Tagen nahe der Straße von Hormus zu einem Scharfschusswechsel gekommen war. Für weitere Hinweise zum Zinskurs richtet sich der Blick der Märkte nun auf die US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) am Donnerstag.
Die Spannungen bleiben ein relevanter Unsicherheitsfaktor, nachdem Irans Außenminister erklärte, die Verantwortung für die Straße von Hormus liege bei Teheran, während ein iranischer Offizieller vor „Spannung und Eskalation“ warnte, sollte der Verkehr die von Iran bevorzugte Route umgehen. Auch die Zinserwartungen sind robust: Händler preisen laut CME FedWatch Tool inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von knapp 59,7% für eine Zinserhöhung bereits im September 2026 ein; Volkswirte erwarten für Juni ein Beschäftigungsplus von 114.000, bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,3%. Die Goldnachfrage bleibt zudem durch Zentralbanken gestützt, die laut World Gold Council 2022 insgesamt 1.136 Tonnen im Wert von rund 70 Mrd. US-Dollar zugekauft haben.
Volatilität getrieben von Geopolitik und Wetten auf Fed-Zinsen
Wir sehen, dass Gold um die Marke von 4.060 US-Dollar unter Verkaufsdruck steht – eingeklemmt zwischen geopolitischen Spannungen und der Aussicht auf höhere Zinsen. Die anstehenden US-Iran-Gespräche am Dienstag und der wichtige US-Arbeitsmarktbericht am Donnerstag sorgen für erhebliche Unsicherheit. Dieses Umfeld spricht eher für eine potenzielle Volatilitätsspitze als für einen klaren, nachhaltigen Trend in eine Richtung.
Der Markt ist zunehmend davon überzeugt, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben wird; das FedWatch Tool der CME weist nun eine Wahrscheinlichkeit von fast 60% für eine Anhebung bis September aus. Diese Quote ist von knapp unter 50% im vergangenen Monat gestiegen und signalisiert eine klare Verschiebung der Marktstimmung. Für den Nonfarm-Payrolls-Bericht am Donnerstag werden 114.000 erwartet; würde dieser Wert erreicht, läge er unter dem Durchschnitt von 150.000 aus dem ersten Quartal 2026 und könnte die Wetten auf Zinserhöhungen dämpfen.
Optionsstrategien und langfristige Unterstützung
Angesichts dieser wichtigen bevorstehenden Ereignisse halten wir den Einsatz von Optionen für den geeigneten Ansatz, um auf die erwartete Preisschwankung zu setzen. Eine Long-Straddle-Strategie – der gleichzeitige Kauf einer Call- und einer Put-Option mit identischem Basispreis und Verfall – ist für dieses Umfeld gut geeignet. Diese Position ist profitabel, wenn Gold nach den Nachrichtenimpulsen später in dieser Woche in eine der beiden Richtungen stark ausschlägt.
Für Anleger mit bärischer Tendenz aufgrund des starken US-Dollars, der nahe einem Sechsmonatshoch handelt, bietet der Kauf von Put-Optionen eine Möglichkeit, einen Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar bei klar begrenztem Risiko zu spielen. Umgekehrt können Call-Optionen genutzt werden, um auf einen Preissprung zu spekulieren, falls die Spannungen in der Straße von Hormus unerwartet eskalieren. Wir raten davon ab, größere, ungesicherte Futures-Positionen über diese Ereignisse hinweg zu halten.
Auch wenn der kurzfristige Ausblick eingetrübt ist, bleibt die fundamentale Unterstützung für Gold unserer Einschätzung nach solide. Daten des World Gold Council für das erste Quartal 2026 bestätigten, dass Zentralbanken – insbesondere in Schwellenländern – weiterhin starke Käufer waren. Diese stetige Nachfrage dürfte einen belastbaren langfristigen Preisboden bilden und einen drastischen Einbruch verhindern.
Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.