US-Iran-Pause bei Hormus-Angriffen stützt Dollar und Öl – Katar-Gespräche sorgen für Risk-off-Stimmung

by VT Markets
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Jun 28, 2026

Axios berichtete unter Berufung auf einen Regierungsvertreter, die USA und Iran hätten sich darauf verständigt, mehr als drei Tage lang keine Vergeltungsschläge in und um die Straße von Hormus zu führen und die technischen Gespräche am Dienstag in Katar wieder aufzunehmen. Frühere Bemühungen, den US-Krieg mit Iran zu beenden, sollen ins Stocken geraten sein, nachdem die USA iranische Militärziele angegriffen hatten – als Reaktion auf Teherans jüngste Angriffe auf die Schifffahrt in der Meerenge.

Die Islamischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten als Antwort auf jüngste US-Angriffe auf iranische Einrichtungen acht US-Militärstandorte in Kuwait und Bahrain zerstört, während Washington mitteilte, eine späte Angriffswelle iranischer Drohnen und Raketen am Samstag habe die vorgesehenen Ziele verfehlt. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, die Straße von Hormus werde in den nächsten 30 Tagen vollständig unter iranischer Kontrolle bleiben, während US-Präsident Donald Trump Iran vorwarf, eine Absichtserklärung verletzt zu haben, und weitere militärische Schritte androhte. Die Märkte eröffneten am Montag im Risk-off-Modus, was den US-Dollar-Index (DXY) und WTI-Rohöl nach oben trieb.

Marktvolatilität und taktische Positionierung

Da die Gespräche in Katar für diesen Dienstag angesetzt sind, bleibt die Lage äußerst fragil. Wir werten dies als klares Signal, Volatilität zu kaufen, da jede negative Schlagzeile erhebliche Kursausschläge auslösen könnte. Wir erhöhen daher unsere Long-Positionen in VIX-Call-Optionen, in der Erwartung, dass der Index, der zuletzt um 14 pendelte, leicht über 20 springen könnte – wie bei ähnlichen geopolitischen Zuspitzungen Anfang 2020.

Die direkte Bedrohung für die Straße von Hormus, durch die nahezu ein Fünftel des täglichen weltweiten Ölangebots transportiert wird, rückt Rohölpreise in den Mittelpunkt. Wir kaufen kurzfristige WTI- und Brent-Call-Optionen, um von einem potenziellen Angebotsschock zu profitieren, falls die Verhandlungen scheitern. Historisch haben Zwischenfälle in dieser Region sofortige Preissprünge ausgelöst – etwa der Anstieg um 14% an nur einem Tag nach den Angriffen auf saudi-arabische Anlagen im Jahr 2019.

Safe-Haven-Ströme, Aktienabsicherung und strategischer Ausblick

Diese Unsicherheit begünstigt eine Flucht in sichere Häfen und stärkt den US-Dollar. Wir positionieren uns darauf, dass der DXY seine jüngsten Hochs testet, da Kapital in auf US-Dollar lautende Anlagen fließt. Das entspricht typischen Risk-off-Phasen, in denen der Dollar als primäre Safe-Haven-Währung fungiert.

Die breiteren Aktienmärkte sind anfällig für steigende Energiekosten und geopolitische Risiken. Wir sichern unsere Long-Portfolios durch den Kauf von Put-Optionen auf den S&P 500 ab und prüfen selektiv Call-Optionen auf ETFs aus dem Verteidigungssektor. Fluggesellschaften und Industriewerte, die empfindlich auf Treibstoffpreise reagieren, dürften in diesem Umfeld unter Druck geraten.

In den kommenden Wochen wird unsere Strategie durch das von Iran genannte 30-Tage-Fenster geprägt sein. Wir nutzen Optionsspreads, um unser Risiko zu definieren, da die erhöhte implizite Volatilität den direkten Optionskauf verteuert. So können wir das Aufwärtspotenzial im Energiesektor beibehalten und gleichzeitig mögliche Verluste begrenzen, falls eine nachhaltige diplomatische Lösung gefunden wird.

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