USD/SGD gab nach, da das Momentum des US-Dollar nach den Daten zum Kernindex der privaten Konsumausgaben (PCE) nachließ und das Währungspaar um 1,2960 notierte. Das bullische Momentum auf Tagesbasis bleibt zwar intakt, allerdings beginnt der Relative-Stärke-Index (RSI) aus der Nähe des überkauften Bereichs nach unten zu drehen. Im Fokus steht, ob sich diese Verschiebung fortsetzt oder ob wieder Käufe in Rücksetzer einsetzen.
Die Kursentwicklung könnte durch Quartals- und Monatsendflüsse beeinflusst werden. Auf der Unterseite liegt Unterstützung bei 1,2940 und 1,29; letztere Marke entspricht dem 61,8%-Fibo-Retracement der Bewegung vom Dezemberhoch bis zum 2026-Tief. Weitere Unterstützung findet sich bei 1,2840/50, im Einklang mit dem 200-Tage-Durchschnitt (DMA) und dem 50%-Fibo. Auf der Oberseite wird Widerstand bei 1,2980 gesehen, entsprechend dem 76,4%-Fibo; ein weiterer Deckel liegt bei rund 1,3030.
—Fundamentale Treiber und Marktausblick
Wir sehen, wie das Währungspaar USD/SGD auf das Niveau um 1,2960 zurücksetzt, da die jüngste Rally des US-Dollar an Schwung verliert. Das dürfte eine Reaktion auf die jüngsten US-Inflationsdaten sein, die die Erwartungen an eine aggressivere US-Notenbank (Fed) gedämpft haben. Die zentrale Frage ist nun, ob es sich um einen vorübergehenden Dip handelt oder um den Beginn einer deutlich stärkeren Abwärtsbewegung.
Der in dieser Woche veröffentlichte Kernindex der US-PCE-Preise wies im Jahresvergleich einen Anstieg von 2,7% aus und bremste damit den Aufwärtstrend des Dollar. Gleichzeitig wurde Singapurs MAS-Kerninflation für Mai mit 3,0% gemeldet, was unsere Einschätzung untermauert, dass die Monetary Authority of Singapore an ihrer Politik einer graduellen Aufwertung der Währung festhalten dürfte. Dieses fundamentale Umfeld spricht dafür, dass der Singapur-Dollar mehr Stärke zeigen könnte, als es der Markt bislang eingepreist hat.
—Optionsstrategien und zentrale technische Marken
Angesichts dieser Unsicherheit halten wir den Einsatz von Optionen in den kommenden Wochen für eine sinnvolle Strategie. Wir richten den Blick auf den Kauf kurzfristiger Put-Optionen mit einem Strike nahe 1,2950, um uns gegen einen möglichen Rutsch in Richtung der wichtigen Unterstützung bei 1,2900 abzusichern. Das bietet Schutz auf der Unterseite und begrenzt zugleich das Risiko, falls der US-Dollar überraschend wieder an Stärke gewinnt.
Für Trader, die den Rücksetzer nur für eine kleinere Korrektur halten, könnte der Verkauf von cash-gesicherten Puts mit einem Strike nahe der Schlüsselunterstützung bei 1,2900 eine attraktive Möglichkeit sein, Prämien zu vereinnahmen. Diese Strategie ist profitabel, solange USD/SGD über dieser bedeutenden technischen und psychologischen Marke bleibt. Im Kern werden wir dafür bezahlt, abzuwarten, ob – wie erwartet – Käufer bei Rücksetzern auftreten.
Vorsicht bleibt geboten, da wir uns am Ende des zweiten Quartals befinden – einer Phase, die normale Handelsmuster verzerren kann. Historisch haben wir um diese Zeit signifikante Repatriierungsströme in Singapur-Dollar beobachtet, was den SGD vorübergehend stärken kann. Das könnte das Paar unerwartet nach unten drücken und einen Test der Unterstützung am 200-Tage-Durchschnitt um 1,2840 auslösen.
Entsprechend werden wir das Widerstandsniveau bei 1,2980 genau beobachten; ein klarer Ausbruch darüber würde signalisieren, dass der Aufwärtstrend wieder an Fahrt gewinnt. Umgekehrt würde ein Bruch der Unterstützung bei 1,2940 darauf hindeuten, dass eine tiefere Korrektur wahrscheinlich ist. Unsere kurzfristigen Derivate-Strategien werden davon abhängen, wie der Kurs in den kommenden Tagen an diesen kritischen Marken reagiert.
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