Die wichtigsten FX-Paare stehen vor einer datenreichen Woche, angeführt von US-Arbeitsmarktindikatoren und Notenbank-Kommentaren von Fed, EZB, BoE und RBA. Der DXY rutschte am Freitag im Zuge von Gewinnmitnahmen zum Quartalsende in Richtung 101,30, während sich der Fokus auf JOLTS-Stellenangebote, ADP-Beschäftigungsänderung, den ISM-Einkaufsmanagerindex (Verarbeitendes Gewerbe), Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Nonfarm Payrolls am Freitag richtet. EUR/USD hielt sich nahe 1,1390, da in der Eurozone vorläufige HVPI-Daten, Stimmungsindikatoren, Einzelhandelsumsätze, Arbeitslosenquote und finale PMI-Lesungen anstehen. GBP/USD pendelte um 1,3200 vor der finalen Veröffentlichung des britischen BIP für Q1 und Aussagen von BoE-Vertretern, während USD/JPY auf etwa 161,70 nachgab, da Japans Einzelhandelsumsätze, Arbeitslosenquote und der Tankan-Index (Große Industrieunternehmen) in den Blick rücken. AUD/USD fiel auf rund 0,6890 – mit einer Rede von RBA-Gouverneurin Bullock, den RBA-Sitzungsprotokollen, Baugenehmigungen, Handelsbilanz und australischen PMI-Daten sowie Chinas NBS-PMI und RatingDog-PMI-Veröffentlichungen.
Gold notierte leicht fester nahe 4.070 US-Dollar und blieb an US-Jobdaten und Fed-Einpreisungen gekoppelt. WTI fiel unter 70 US-Dollar je Barrel auf 69,10, nachdem Israel und Libanon ein Rahmenabkommen unterzeichnet hatten; damit richtet sich der Blick am Ölmarkt auf globale Nachfragesignale aus Chinas PMI sowie US-Makrodaten. In der Woche sind zudem Auftritte geplant – darunter Bullock am Sonntag, BoE-Vertreter Pill und EZB-Präsidentin Lagarde am Montag, mehrere EZB-Redner am Dienstag und Mittwoch sowie Fed-Chair Warsh am Mittwoch – und weitere EZB- und BoE-Kommentare bis Freitag. Wichtige Zinsentscheidungen von Fed, EZB, BoE, BoJ oder RBA stehen nicht an, aber die RBA-Protokolle am Dienstag sind der zentrale geldpolitische Gradmesser.
Wichtige Währungen wappnen sich für zentrale Konjunkturveröffentlichungen
Wir stellen uns auf eine Woche mit erheblichen Belastungstests für die großen Währungen ein, mit besonderem Fokus auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Während der US-Dollar-Index aktuell nahe 101,30 handelt, werden die Nonfarm Payrolls am Freitag das Hauptereignis sein. Nachdem der Bericht im vergangenen Monat mit einem schwächer als erwarteten Zuwachs von 170.000 Stellen aufwartete, könnte jede Zahl oberhalb der Konsensschätzung von 185.000 auf anhaltende wirtschaftliche Stärke hindeuten und uns dazu veranlassen, Call-Optionen auf den Dollar in Erwägung zu ziehen.
Der Euro handelt mit fester Tendenz nahe 1,1390, doch die Richtung dürfte von den anstehenden Inflationszahlen aus der Eurozone bestimmt werden. Die letzte vorläufige Kerninflation (Core CPI) lag hartnäckig bei 2,8%, und sollte die Datenlage in dieser Woche keine klare Abkühlung zeigen, könnte die Europäische Zentralbank gezwungen sein, an ihrem restriktiven Kurs festzuhalten. Wir suchen nach Anzeichen persistenter Inflation, um Long-Positionen im Euro auszubauen – in Erwartung einer falkenhafteren Reaktion der Währungshüter.
Das Britische Pfund bleibt gedämpft um 1,3200, da der Markt die zähe Inflation im Vereinigten Königreich gegen Anzeichen nachlassender Konjunkturdynamik abwägt. Da die britische Gesamtinflationsrate weiterhin bei 3,2% verharrt – deutlich über dem Ziel der Bank of England –, wird die finale BIP-Lesung für Q1 entscheidend sein. Ein stärker als erwarteter Wachstumswert würde die Position der BoE verkomplizieren und könnte eine Kaufgelegenheit für das Pfund bieten.
Wir haben eine Aufwertung des Yen gesehen, wodurch USD/JPY auf 161,70 fiel – ein Niveau, das historisch die Aufmerksamkeit der japanischen Behörden auf sich zieht. Der anstehende Tankan-Index für große Industrieunternehmen ist nun ein Schlüsselbericht für die Beurteilung der Verfassung des japanischen Unternehmenssektors. Ein starker Wert würde die Tendenz der Bank of Japan zu einer strafferen Geldpolitik stützen und Put-Optionen auf USD/JPY zu einer attraktiven Strategie machen.
Der Australische Dollar zeigt Schwäche nahe 0,6890 – ein Trend, den wir auf jüngste Anzeichen konjunktureller Weichheit in China zurückführen. Der letzte Caixin-PMI für das verarbeitende Gewerbe in China fiel knapp unter die 50-Punkte-Marke auf 49,7, und ein weiterer schwacher Wert würde die Sorgen über die Nachfrage nach australischen Rohstoffen verstärken. Wir werden die Sitzungsprotokolle der Reserve Bank of Australia auf falkenhafte Hinweise prüfen, doch das größere Risiko für den Aussie scheint auf der Unterseite zu liegen.
Rohstoffe im Fokus: Makrodaten und Geopolitik
Gold behauptet sich nahe 4.070 US-Dollar je Unze und profitiert von dem jüngsten Rückgang der US-Treasury-Renditen sowie von breiter Marktunsicherheit. Der weitere Kursverlauf dürfte stark vom US-Arbeitsmarktbericht und den daraus folgenden Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve abhängen. Eine schwache Beschäftigungszahl würde vermutlich Wetten auf eine weniger restriktive Fed befeuern und dem Edelmetall zusätzlichen Rückenwind geben.
WTI-Öl ist unter 70 US-Dollar gefallen und handelt bei 69,10 US-Dollar je Barrel, vor allem weil ein jüngstes politisches Abkommen zwischen Israel und dem Libanon die geopolitische Risikoprämie reduziert hat. Nun verlagert sich der Fokus klar auf globale Nachfragesignale – insbesondere nachdem die EIA in der vergangenen Woche überraschend einen Lageraufbau um 2,1 Millionen Barrel meldete. Wir werden Chinas PMI-Daten genau beobachten, da sie ein wichtiger Indikator für die künftige Energienachfrage sein werden.
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