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Kanadischer Dollar gibt Gewinne ab, da hawkische Fed-Wetten und Spannungen um die Straße von Hormus USD/CAD stützen

by VT Markets
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Jun 26, 2026

Der kanadische Dollar gab seine früheren Gewinne am Freitag teilweise wieder ab, als sich der US-Dollar erholte. Die Märkte bewerten dabei die Unsicherheit über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die Erwartung einer restriktiven US-Notenbank nach den am Donnerstag weitgehend im Rahmen der Erwartungen liegenden US-PCE-Daten. USD/CAD notierte um 1,1491 – nahe Niveaus, die zuletzt im April 2025 gesehen wurden – und blieb auf Kurs für den vierten Wochenanstieg in Folge. Präsident Donald Trump sagte, Iran habe „mindestens vier Einweg-Angriffsdrohnen“ auf Schiffe abgefeuert, die die Straße von Hormus passieren, und wertete dies als Bruch einer Waffenruhe.

Die USA und der Iran hatten sich Anfang des Monats auf ein 60-tägiges Memorandum of Understanding geeinigt, doch die jüngsten Gespräche zeigen weiterhin Differenzen bei Atominspektionen und der künftigen Verwaltung der Meerenge. Auf der Zinsseite wurde die Kerninflation im PCE-Bericht als relativ gedämpft beschrieben, während die Gesamtinflation anzog – womit die Möglichkeit einer Fed-Zinserhöhung später in diesem Jahr bestehen bleibt. Der US-Dollar-Index (DXY) lag nahe 101,35, nachdem er zu Wochenbeginn etwa 101,80 erreicht hatte; CME FedWatch wies eine 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September aus, nach 70% vor einer Woche. WTI notierte um 69,20 US-Dollar, der schwächste Stand seit Anfang März und auf Wochensicht rund 9,5% niedriger. In der kommenden Woche stehen Kanadas BIP für April, die US-Arbeitsmarktdaten (NFP) sowie Aussagen von Kevin Warsh und Tiff Macklem an.

Rückenwind für den US-Dollar und geopolitisches Risiko

Wir sehen das aktuelle Umfeld als unterstützend für eine anhaltende Stärke des US-Dollars gegenüber dem kanadischen Dollar. Das USD/CAD-Paar handelt klar oberhalb seines 50-Tage-Durchschnitts, ein technisches Signal, das den zugrunde liegenden Aufwärtstrend untermauert. Die Kombination aus geopolitischem Risiko und einem restriktiven Fed-Ausblick schafft einen kräftigen Rückenwind für den Greenback.

Die zunehmenden Spannungen in der Straße von Hormus sind ein zentraler Faktor, der sicherheitsgetriebene Kapitalströme in den US-Dollar lenkt. Historische Daten zeigen, dass vergleichbare Krisen der maritimen Sicherheit häufig Phasen nachhaltiger Dollar-Stärke vorausgingen; so stieg der Dollar-Index (DXY) in den drei Monaten nach den Tanker-Zwischenfällen 2019 um über 4%. Wir sehen die aktuelle Unsicherheit kurzfristig als solides Fundament für den USD.

Divergenz der Geldpolitik und Schwäche des Ölpreises

Die Divergenz der Geldpolitik bleibt das zentrale Thema, und wir halten sie für einen Treiber zugunsten eines höheren USD/CAD. Zwar hat der Markt die Wetten auf eine September-Zinserhöhung der Fed leicht zurückgenommen, doch der Spread zwischen den zweijährigen US- und kanadischen Staatsanleiherenditen hat sich auf den höchsten Stand seit Ende 2025 ausgeweitet. Das deutet darauf hin, dass die Rentenmärkte eine aggressivere Fed einpreisen als eine Bank of Canada, die durch inländische Faktoren begrenzt ist.

Der Einbruch der Ölpreise ist ein erheblicher Gegenwind für den Loonie und wirkt sich direkt auf Kanadas Terms of Trade aus. Der jüngste wöchentliche Absturz von WTI um 9,5% ist eine deutlich bärische Entwicklung, und da die globalen Lagerbestände Berichten zufolge in der vergangenen Woche um 2,1 Mio. Barrel gestiegen sind, sehen wir wenig Aussicht auf eine schnelle Preiserholung. Diese fundamentale Schwäche von Kanadas wichtigstem Exportgut dürfte den CAD weiter belasten.

Vor diesem Hintergrund positionieren wir uns über den Optionsmarkt für weiteres Aufwärtspotenzial in USD/CAD. Der Kauf von Call-Optionen mit Fälligkeit August 2026 ermöglicht es uns, von einer möglichen Aufwärtsbewegung nach dem NFP-Bericht in der kommenden Woche zu profitieren, während das Risiko strikt auf die gezahlte Prämie begrenzt bleibt. Den Strike bei 1,1550 halten wir für besonders attraktiv, um das erwartete Momentum abzubilden.

Die anstehenden Reden von Fed-Chef Warsh und BoC-Gouverneur Macklem sind kritische Risikotermine, die für erhöhte Volatilität sorgen dürften. Die implizite Volatilität einwöchiger USD/CAD-Optionen ist bereits auf eine annualisierte Rate von 11% gestiegen und spiegelt die Nervosität des Marktes vor den NFP-Daten und den Kommentaren der Notenbanker wider. Wir wollen diese Volatilität zu unserem Vorteil nutzen und unsere Positionen nach diesen Schlüsselereignissen gegebenenfalls anpassen.

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