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Gold fällt unter 4.000 US-Dollar, da US-Renditen steigen; TD Securities sieht Unterstützung bei 3.900 US-Dollar angesichts des Öl-Schocks

by VT Markets
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Jun 26, 2026

Gold ist unter 4.000 USD/oz gefallen, da höhere US-Renditen und ein festerer Dollar den Goldpreis belasten. TD Securities sieht weiteren Abwärtsdruck, falls eine mit der Straße von Hormus verbundene Öl-Unterbrechung die Inflationserwartungen anhebt und die US-Notenbank zu einer restriktiven Haltung zwingt, wobei der Markt später in diesem Jahr höhere Leitzinsen einpreist. In diesem Szenario könnten die Preise die langfristige Unterstützung nahe 3.900 USD/oz testen und – mit der Aussicht auf CTA-Verkäufe – einige hundert Dollar darunter handeln, da Carry- sowie Opportunitätskosten steigen.

Ölannahmen bleiben zentral für den Ausblick, wobei Brent in einer Spanne von 90–110 USD/Barrel verortet wird, die straffe geldpolitische Rahmenbedingungen untermauern und die Korrektur bis in den Herbst verlängern könnte – potenziell mit zusätzlicher Einpreisung von Zinserhöhungen. TD Securities skizziert zudem einen Erholungspfad, falls konfliktgetriebene Inflation nachlässt und die Fed in Richtung ihres Mandats für maximale Beschäftigung schwenkt, wodurch Renditen fallen und der USD nachgeben könnte. Unter diesen Bedingungen könnten erneute Nachfrage von Marktteilnehmern und Zentralbanken Gold in Richtung neuer Rekorde über 5.300 USD/oz treiben, mit einem Zeithorizont bis Mitte nächsten Jahres und einer genannten Schwelle bei 5.350+ USD.

Kurzfristige Belastungsfaktoren und Abwärtsrisiken

Wir sehen Gold nach dem Bruch unter 4.000 USD je Unze weiter unter Druck, getrieben von hohen Zinsen und einem starken Dollar. Der anhaltende, mit der Straße von Hormus verbundene Öl-Schock hält die Inflationserwartungen hoch. Das zwingt die Federal Reserve, an ihrer restriktiven Politik festzuhalten – kurzfristig ein negatives Umfeld für Gold.

Jüngste Daten stützen diese vorsichtige Sicht: Der jüngste Verbraucherpreisindex (CPI) für Mai zeigt eine hartnäckig hohe Inflation von 5,2%, während Brent-Futures weiter erhöht bei 105 USD je Barrel notieren. Der Fed Funds Rate liegt aktuell bei 6,00%, wodurch das Halten eines nicht rentierlichen Assets wie Gold sehr teuer wird. Wir erwarten, dass dieses Umfeld Gold nach unten drückt, um die langfristige Unterstützung nahe 3.900 USD je Unze zu testen.

In den kommenden Wochen halten wir den besten Ansatz für die Antizipation weiterer Schwäche, möglicherweise sogar einer scharfen Bewegung einige hundert Dollar unter das Niveau von 3.900 USD. Derivate-Märkte zeigen einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Put-Optionen mit Strikes um 3.800 USD für den August-Verfall. Das deutet darauf hin, dass sich Händler auf einen fortgesetzten Rückgang positionieren, da automatisierte Trendfolge-Fonds (CTAs) die Verkäufe beschleunigen könnten.

Für einen kurzfristigen Trade würden wir erwägen, Puts zu kaufen oder Bear-Call-Spreads einzusetzen, um von dem erwarteten Rückgang zu profitieren und zugleich das Risiko zu steuern. Das aktuelle Marktumfeld spricht nicht für das Halten direkter Long-Positionen. Das Risiko, dass der Öl-Schock bis in den Herbst anhält, könnte den Markt sogar dazu veranlassen, zusätzliche Zinserhöhungen einzupreisen, was den Druck auf das Metall weiter erhöhen würde.

Strategische langfristige Chancen

Dieses Muster erinnert an frühere Zyklen, in denen Fed-Straffungen Gold zunächst stark belasteten, bevor ein späterer Politikwechsel zu einer kräftigen Rally führte. Wir betrachten die aktuelle Schwäche als einen temporären, ereignisgetriebenen Rücksetzer. Jeder signifikante Rückgang unter die Unterstützung bei 3.900 USD sollte als strategische Gelegenheit zum Aufbau einer langfristigen Position gesehen werden.

Für Anleger mit längerem Zeithorizont ist dies der Zeitpunkt, die spätere Erholung in Richtung neuer Höchststände zu planen. Wir schauen auf den Aufbau von langfristigen Call-Optionen mit Laufzeit bis Mitte 2027 und Strikes oberhalb von 5.000 USD. Sobald sich der Ölmarkt stabilisiert und die Fed umschwenkt, erwarten wir eine kräftige Erholung, da sinkende Renditen und ein schwächerer Dollar die nächste Phase des Bullenmarkts antreiben.

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