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Dollar-Rally legt Pause ein, da die Risikobereitschaft steigt – doch Fed-Falken und geldpolitische Divergenz stützen den Greenback

by VT Markets
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Jun 26, 2026

Die Rally des US-Dollar hat eine Pause eingelegt: Die Währung zeigte sich über Nacht schwächer, da die globale Risikobereitschaft zunahm. Doch die makroökonomischen Rahmenbedingungen halten die Risiken einer weiterhin restriktiven („hawkishen“) US-Notenbank Federal Reserve im Spiel. Die Kern-PCE-Inflation stieg im Mai um 0,3% gegenüber dem Vormonat und entsprach damit den Konsenserwartungen, lag jedoch mit 3,4% gegenüber dem Vorjahr weiterhin über dem Fed-Ziel. Da die Forward Guidance zurückgenommen wurde, dürfte der Markt auf jede einzelne Veröffentlichung zu Inflation, Arbeitsmarkt und Wachstum stärker reagieren – eine Veränderung, die die FX-Volatilität erhöhen und dem Dollar weiter Rückhalt geben könnte.

Auch mittelfristige Faktoren stützen den Greenback: Das US-Wachstum übertrifft den Rest der Welt, und die geldpolitische Divergenz dürfte die Finanzierungskosten hoch halten. Arbeitsmarktindikatoren signalisieren ebenfalls keine abrupte Abkühlung: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden als vereinbar mit einem sich stabilisierenden Arbeitsmarkt beschrieben, was auf ein solides Payroll-Wachstum im Juni hindeutet.

Kurzfristige Pause, doch Dollar-Stärke bleibt intakt

Wir sehen, dass die jüngste Rally des US-Dollar zunächst durchatmet. Diese Pause ist vor allem auf eine leichte Verbesserung der globalen Risikoneigung zurückzuführen, wodurch einige Marktteilnehmer in andere Währungen umschichten. Wir werten dies jedoch nicht als nachhaltige Trendwende.

Die grundlegenden Treiber eines starken Dollar bleiben klar bestehen. Der jüngste Verbraucherpreisindex (CPI) zeigte die Inflation weiterhin bei 3,3% gegenüber dem Vorjahr – deutlich entfernt vom 2%-Ziel der Federal Reserve. Zudem meldete der jüngste Arbeitsmarktbericht kräftige 272.000 neue Stellen und bestätigte damit einen weiterhin angespannten Arbeitsmarkt, was den Druck auf die Fed erhöht, restriktiv zu bleiben.

Geldpolitische Divergenz und Trading-Chancen

Demgegenüber stehen andere Notenbanken – und damit eine klare geldpolitische Divergenz. Die Europäische Zentralbank und die Bank of Canada haben bereits mit Zinssenkungen begonnen, ein Weg, den die Fed bislang nicht eingeschlagen hat. Dieser Zinsvorteil macht das Halten von US-Dollar attraktiver und sollte den Kurs weiter stützen.

Da die Fed weniger Forward Guidance liefert, erwarten wir in den kommenden Wochen spürbare Kursschwankungen rund um wichtige Datenveröffentlichungen. Für Derivatehändler spricht das dafür, Strategien wie Long Straddles oder Strangles auf große Währungspaare wie EUR/USD in Betracht zu ziehen, um von deutlichen Bewegungen zu profitieren – unabhängig von der Richtung. Die anstehenden Inflations- und Payroll-Daten dürften dabei zu den wichtigsten marktbewegenden Ereignissen zählen.

Vor diesem Hintergrund sehen wir Rücksetzer im US-Dollar-Index (DXY) als potenzielle Kaufgelegenheiten. Händler könnten solche Schwächephasen nutzen, um über Futures Long-Positionen aufzubauen oder Call-Optionen zu erwerben. Das passt zur Einschätzung, dass die anhaltende US-Konjunkturüberlegenheit ein zentraler Treiber für den Dollar bleiben dürfte.

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