Schwedens Erzeugerpreisindex stieg im Mai gegenüber dem Vormonat um 1,3% und damit stärker als im vorherigen Wert von 1,1%. Dies deutet auf ein schnelleres Tempo der Preissteigerungen auf der Produzentenebene im jüngsten Monat hin.
Das Ergebnis für Mai setzt den Aufwärtstrend der vorangegangenen Periode fort und verweist auf festere Kostendrücke entlang der gesamten Produktionskette. Die Veränderung gegenüber dem Vormonat von 1,3% folgte auf den vorherigen Anstieg um 1,1% und setzt damit eine höhere Ausgangsbasis für die kurzfristigen Preisentwicklungen.
Implikationen für Inflation, Zinsen und die Krone
Der Anstieg des schwedischen Erzeugerpreisindex auf 1,3% im Mai zeigt, dass sich der Inflationsdruck „ab Werk“ beschleunigt. Wir werten dies als Warnsignal, dass die Verbraucherpreisinflation, die zuletzt bei 2,3% verharrte, möglicherweise nicht so schnell zurückgeht, wie es sich die Riksbank erhofft. Damit gerät der Marktkonsens unter Druck, wonach die Notenbank ihren Kurs stetiger Zinssenkungen bis Ende 2026 fortsetzen wird.
Diese Daten sprechen dafür, Positionen in Zinsderivaten anzupassen, da die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September nun gesunken ist. Der Markt preist zum Jahresende einen Leitzins nahe 2,75% ein, wir halten jedoch die Terminmärkte inzwischen für zu optimistisch und sehen das Risiko einer „hawkish pause“ (zinsseitig restriktiveren Pause) als unterbewertet. Entsprechend prüfen wir, auf Festzinszahlung („pay fixed“) in Zinsswaps mit Fälligkeit Ende 2026 zu setzen.
Für Devisenhändler ist diese Entwicklung grundsätzlich positiv für die schwedische Krone. Die SEK war schwach; das Währungspaar EUR/SEK stieg im vergangenen Monat auf über 11,55. Eine vorsichtigere Riksbank könnte diesen Trend jedoch drehen. Wir sehen eine Chance im Kauf von EUR/SEK-Put-Optionen und zielen auf eine Bewegung zurück in Richtung des Niveaus um 11,30, das zu Jahresbeginn zu beobachten war.
Aktienmarkt- und Volatilitätsausblick
Der Ausblick für schwedische Aktien ist damit unsicherer, was für steigende Volatilität spricht. Der OMXS30, der in diesem Jahr um mehr als 10% zugelegt hat, reagiert sensibel auf höhere Finanzierungskosten, die aus weniger Zinssenkungen resultieren könnten. Wir empfehlen den Kauf von Call-Optionen auf den OMXV, Schwedens Volatilitätsindex, um von einer erwarteten Zunahme der Marktturbulenzen zu profitieren.
Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.