Dollar stabilisiert sich, da Kern-PCE und Wetten auf Fed-Zinserhöhungen die Inflation im Fokus halten

by VT Markets
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Jun 26, 2026

Der US-Dollar zeigte sich im Vorfeld der Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Mai, die um 12:30 Uhr GMT ansteht, verhalten. Der US-Dollar-Index (DXY) notierte leicht niedriger bei etwa 101,52, blieb damit jedoch nahe dem am Mittwoch markierten über ein Jahr hohen Stand von 101,80.

Im Fokus steht der Kern-PCE, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Fed. Erwartet wird ein Anstieg auf 3,4% im Jahresvergleich nach 3,3% im April. Die Daten dürften die Erwartungen an die Fed-Politik prägen, wobei der nächste Schritt angesichts hoher Energiepreise, die die Inflation oben halten, als Zinserhöhung eingeordnet wird. Laut CME FedWatch preisen die Märkte inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von knapp 82% für eine Zinserhöhung in diesem Jahr ein sowie eine Wahrscheinlichkeit von 42,2% für mindestens zwei Schritte nach oben. Damit kehrt sich die frühere Einschätzung um, die noch zwei Zinssenkungen eingepreist hatte, bevor der Krieg im Nahen Osten den Inflationsdruck wieder verstärkte.

Dollarstärke und anhaltender Inflationsdruck

Wir beobachten, dass der US-Dollar-Index (DXY) sich fest um 106,15 bewegt – ein Niveau, das eine deutliche Stärke des Greenback signalisiert. Das folgt auf den jüngsten Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE), der zeigt, dass die Inflation hartnäckig bleibt. Alle Blicke richten sich nun auf den nächsten Schritt der Federal Reserve Ende Juli.

Der Kern-PCE-Preisindex, das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß, lag im Mai im Jahresvergleich bei 2,9% und damit leicht über den 2,8% aus April. Diese Beharrlichkeit oberhalb des 2%-Ziels der Notenbank schürt am Markt Sorgen über anhaltenden Preisdruck. Die Daten deuten darauf hin, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht beendet ist.

Marktpositionierung und Trading-Chancen

Das spiegelt sich aus unserer Sicht auch im Derivatemarkt wider: Das CME FedWatch Tool weist inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 65% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der Juli-Sitzung aus. Das ist eine deutliche Verschiebung gegenüber vor einem Monat, als der Markt noch eine längere Pause eingepreist hatte. Diese Neubewertung eröffnet klare Chancen in Zinsfutures und -optionen.

Angesichts dieser Unsicherheit sollten Trader nach unserer Einschätzung in den kommenden Wochen mit höherer Volatilität an den US-Zinsmärkten sowie beim DXY rechnen. Optionsstrategien – etwa der Kauf von Straddles oder Strangles auf Währungspaare wie EUR/USD – könnten geeignet sein, um von einer größeren Kursbewegung unabhängig von der Richtung zu profitieren. Das ermöglicht eine Positionierung vor der Fed-Entscheidung, ohne auf ein konkretes Szenario festgelegt zu sein.

Wir erinnern an den aggressiven Zinserhöhungszyklus 2022–2023, der gezeigt hat, wie schnell die Fed reagieren kann, wenn sich Inflationsdaten als zäh erweisen. Entsprechend ziehen wir Long-Positionierungen im US-Dollar gegenüber Währungen mit dovisheren Notenbanken in Betracht, etwa gegenüber dem japanischen Yen. Derivate-Trader könnten hierfür Call-Optionen auf USD/JPY ins Auge fassen, um mit Hebel von einem stärkeren Dollar zu profitieren.

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